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Dossier zur Schulentwicklungsplanung: Landkreis Tübingen : Tragfähigkeit und Versorgungsleistung der Schulen 2010-2020/25
Entstehung
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8 Bilanz und Empfehlungen Im Vergleich der Versorgungsleistung von Fortschreibung und den beiden Alternativen wird eindrücklich ersichtlich, wie unterschiedlich sie ausfällt. Dazu werden drei Zahlen bilanzierend ge­genübergestellt: ­Gemeinden ohne Schulangebot in der Sekundarstufe, ­Gemeinden mit haupt- und realschulischem Bildungsgang und Abschluss, ­sowie Gemeinden mit allen Bildungsgängen und Abschlüssen der Sekundarstufe(bis zur Hochschulreife). In allen drei Fällen erweist sich, dass die Fortschreibung des gegliederten Modells für die Schul­versorgung und Chancengerechtigkeit mit Abstand am ungünstigsten ist. Dies wird bereits beim Vergleich des zukünftigen Schulangebotes in den 15 Gemeinden ersichtlich und bestätigt: Unter den Standorten mit einem Schulangebot in der Sekundarstufe sind bei Fortschreibung nur noch 7 Gemeinden, bei der Verbundschule ebenfalls nur 7 Gemeinden zu finden, aber bei der Sekundar­schule können es 13 Gemeinden sein(vgl. Tabelle 19). Tabelle 19: Versorgungsleistung der verschiedenen Modelle zur Schulentwicklung in der Sekundarstufe für die 15 Gemeinden im Landkreis Tübingen Fortschreibung: Alternative I: Alternative II 15 Gemeinden gegliedert zwei Säulen integrierte Sekun­HS(1z.)+ RS(2z.) VS(2-3z.)+ GY(2- darschule + GY(2-3z.) 3z.) 2z.-3z.+ Gemeinden ohne Schulangebot in der Sekundarstufe(bislang 1 Gem.) 8 8 2 Gemeinden mit Schulangebot in der Sekundarstufe(bislang 14 Gem.) 7 7 13 Gemeinden mit allen Abschlüssen der Sekundarstufe(bislang 4 Gem.) 4 4 7 Die Planungsanalysen zur Schulentwicklung im Landkreis Tübingen liefern Resultate, die eindeu­tige Empfehlungen ermöglichen, sei es allgemeiner oder lokaler Art. Soll von den Gemeinden und im Kreis eine Bildungsoffensive zur Erweiterung der Bildungsangebote und Bildungschancen vor­genommen werden, dann wäre dafür die breite Einführung der integrierten Sekundarschule vor­auszusetzen. Dies wäre ein grundlegender Schritt zu einer breiten und chancengerechten Schulversorgung. Damit kann auch die Effizienz der Schulen besser gewährleistet werden, z. B. im Ganztagsbereich, im Fachprofil und im breiteren kulturellen Angebot. Zudem würde die Einführung einer integrierten Sekundarschule die Zahl der Ausbildungspendler und die Höhe der damit zusammenhängenden Kosten am stärksten verringern. Schließlich wird durch solche Modernisierung das Bildungsklima verbessert und die Bereitschaft bei Bildungsaufsteigern erhöht. Mehr Gemeinden als in den ande­ren Modellen können sich als anspruchsvoller Schulstandort halten und profilieren. 28