Druckschrift 
Dossier zur Schulentwicklungsplanung: Landkreis Tübingen : Tragfähigkeit und Versorgungsleistung der Schulen 2010-2020/25
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

nigen Gemeinden eine Oberstufe tragfähig wie in Ammerbuch, Gomaringen und eventuell, Star­zach(vgl. Tabelle 17). Von Bedeutung ist die Frage, inwieweit durch die integrierte Form in den Gemeinden das Bildungs­angebot gesichert(hauptschulische Bildungsgänge) oder mit realschulischen und gymnasialen Bildungsgängen erweitert werden könnte. Das ist in einer Reihe von Gemeinden möglich, selbst bei angesetzter Dreizügigkeit für die Sekundarschule. Das Potential für eine gesicherte und chan­cengerechtere Schullandschaft ist durch die Schulform der integrierten Sekundarschule in starkem Maße gegeben. 7 Leistungsvergleich zur Schulversorgung und Optionen In der Regel sind im allgemeinbildenden Schulwesen die Kommunen die Träger des öffentlichen Schulangebotes. Insofern liegt es nahe, die Kommune als Bezugspunkt der Planung zur Schul­entwicklung zu nehmen. Aufgrund von Verflechtungen ist zugleich die Betrachtung über die Ge­meindegrenzen hinaus zu erweitern. Dafür bietet es sich an, aus benachbarten Gemeinden"Bil­dungsregionen" zu bilden, die sowohl einen Rahmen für die Versorgungsvergleiche liefern als auch praktisch für Kooperationen der Schulen bedeutsam sein können. Regionalisierte Schulentwicklung: Verwaltungsgemeinschaften bzw.-verbände Der Lkrs. Tübingen ist in drei Verwaltungsgemeinschaften zum Teil vereinbart unterteilt. Es handelt sich um folgende Zusammenschlüsse von zehn Gemeinden, die alle auch den Rahmen für Kooperationen im Schulbereich abgeben und die planerische Grundlage für Bildungsregionen darstellen. 1. Gemeindeverwaltungsverband Steinlach-Wiesaz, mit Gomaringen(Sitz), Dußlingen und Nehren(drei Gemeinden), 2. Verwaltungsgemeinschaft Mössingen mit Bodelshausen und Ofterdingen(drei Gemein­den), 3. Verwaltungsgemeinschaft Rottenburg mit Hirrlingen, Neustetten und Starzach(vier Ge­meinden) Damit sind fünf Gemeinden keinen Verwaltungsverbund eingegliedert: die Stadt Tübingen und die Gemeinden Ammerbuch, Dettenhausen, Kirchentellinsfurt und Kusterdingen. Alle Gemeinden grenzen an das Stadtgebiet von Tübingen. 7.1 Leistungsvergleich der Schulstrukturen Um die wohnortnahe Versorgungsleistung von Fortschreibung und Alternativen zu bestimmen, ist für die jeweiligen Modelle des Schulangebotes zu klären, in wie vielen Gemeinden gesichert ein hauptschulischer, ein realschulischer und ein gymnasialer Bildungsgang mit den entsprechenden Abschlüssen vorhanden sein wird. Je mehr Gemeinden tragfähig und gesichert diese Bildungs­gänge und Abschlüsse zukünftig vorhalten können, desto günstiger ist die Versorgungsleistung. Bei der Fortschreibung des gegliederten Schulsystems halten nur 5 der 15 Gemeinden das Hauptschulangebot, gegenwärtig sind es immerhin 14 Gemeinden. Das Realschulangebot ist in 5 Gemeinden und das Gymnasium in 4 Gemeinden wie bisher vorhanden, wenn angebrachte Neu­gründungen nicht realisiert werden. Wird die Verbundschule eingerichtet, dann verbessert sich die Versorgungslage etwas. Die 13 möglichen Verbundschulen verteilen sich auf 7 Gemeinden, die dann gesichert eine zumindest zweizügige Schule mit dem hauptschulischen und dem realschuli­schen Bildungsgang vorhalten können(vgl. Tabelle 18). 25