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Politisches Damengambit : eine Krise der Repräsentation in Mecklenburg-Vorpommern?
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3 Zug um Zug zur Gleichstellung: Zahlen, Listen und Programme Der Schweriner Landtag ein Spiel der Könige? Ungeachtet der Tatsache, dass sich die bundesdeutsche Bevölkerung im Jahr 2020 mehrheitlich aus Frauen(42,13 Millionen) und nicht aus Männern(41,0 Millionen) zu­sammensetzt, gehört die Unterrepräsentanz weiblicher Abgeordneter auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebe­ne im 21. Jahrhundert noch immer zum politischen All­tag. Auch Mecklenburg-Vorpommern stellt in diesem Kontext keine Ausnahme dar, sondern liegt 2021 nur auf einem leicht überdurchschnittlichen Niveau im generel­len Trend: Die 815.526 Einwohnerinnen sowie 792.612 Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns 33 werden im ach­ten Parlament des Landes von 29 Frauen und 50 Männern vertreten(Stand Oktober 2022). So hinkt der Anteil weibli­cher Abgeordneter, trotz offenkundiger Fortschritte bei der Gleichberechtigung, der gesellschaftlichen Wirklich­keit weiterhin klar hinterher: Hätten Frauen in der Politik die Stimmen, welche proportional der Bevölkerungsstruk­tur entsprächen, wären 40 der 79 gewählten Entschei­dungsträger:innen weiblich. Im Zuge der acht Landtagswahlen in Mecklenburg-Vor­pommern seit der deutschen Wiedervereinigung gelang es 606 Kandidierenden ein Abgeordnetenmandat zu erlan­gen. Insgesamt konnten sich dabei 169 Frauen über einen Einzug in das Parlament freuen. 2021 zogen 29 Repräsen­tantinnen ein, was mit 36,7 Prozent gegenüber der bisheri­gen Besetzung von 23,9 Prozent einer spürbaren Steige­rung entspricht. Den höchsten Frauenanteil verzeichnen die fünfköpfigen Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und der FDP mit 60 Prozent bzw. jeweils drei Frauen. Die LINKE stellt bei 55 Prozent fünf Mandatsträgerinnen. Zwölf Frauen gehören zur 34-köpfigen SPD-Fraktion, was einem Anteil von 35 Prozent entspricht. Bei der CDU be­trägt sie mit vier weiblichen Abgeordneten 33 Prozent, 24 | Politisches Damengambit. Eine Krise der Repräsentation in MV?