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Industriepolitik braucht Strategiefähigkeit - vor welchen Herausforderungen steht Baden-Württemberg?
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Fazit und Ausblick Baden-Württembergs Industrie steht trotz ihrer Stärke vor großen Herausforderungen. Geopolitischer und transforma­tiver Druck werfen Fragen auf über grundsätzliche Verän­derungen sowie den Verbleib von Industrien als Zukunfts­oder nur noch in begrenztem Maße als Resilienzbereich. Deswegen gilt es, die anstehenden Fragen zu identifizieren und im Rahmen eines fortlaufenden strategischen Prozes­ses zu klären: Welche Kernbereiche sollen auch Zukunfts­bereiche Baden-Württembergs werden? Welche nationalen oder europäischen Resilienzbereiche könnten für Baden­Württemberg wichtig sein? Welche neuen Stärken soll das Land aufbauen? Und wie geht man mit möglichen Risiken um? Gleichzeitig stellen sich der Industriepolitik eine Vielzahl von Verteilungsfragen , wenn es darum geht, die Kosten und Lasten von Transformationen zu verteilen. Auch hier gilt es, Kompromisse und Konsense, wo es möglich ist, auszuloten, jedoch gleichzeitig politische Debatten aktiv darüber zu führen, wenn es nötig ist. Der Blick auf transfor­mationserfahrene Regionen wie Nordrhein-Westfalen verdeutlicht, dass industriepolitische Priorisierungen und Verteilungsfragen durch eine strukturerhaltende Industrie­politik verzögert werden können. Zwar kann dadurch Zeit für die Weiterentwicklung von Industrien und Regionen gewonnen werden, trotzdem könnte auch der Zeitpunkt verpasst werden, bis zu dem der Aufbau neuer Stärken und Technologien wettbewerbsfähig im Vergleich zu anderen gelingen kann. Umso mehr ist es wesentlich, Strategiefä­higkeit bei allen beteiligten Akteuren zu stärken, nicht nur in Ministerien, sondern auch bei Stakeholdern und Parteien. Blickwinkel BaWü Industriepolitik braucht Strategiefähigkeit 8