Quellenverzeichnis 1 Während in neoliberalen ökonomischen Denkschulen die Rolle von Industriepolitik kontrovers diskutiert wird, lehnt die ordoliberale Freiburger Schule Industriepolitik tendenziell ab. Das liegt daran, dass sie dem Prinzip der Ordnungspolitik widerspricht, also einer Politik, die nur den regulatorischen Rahmen für den Wettbewerb setzt, sich aber nicht aktiv in die Preissetzung einmischt und durch staatliche Interventionen Marktprozesse verzerrt. Siehe zum Beispiel https://www.bpb.de/kurzknapp/lexika/lexikon-der-wirtschaft/20234/ordoliberalismus/ und https://www.bpb. de/themen/wirtschaft/freihandel/geopolitik-und-welthandel/546858/das-elend-derindustriepolitik(abgerufen am 8. August 2025). 2 Datenquelle: https://www.statistik-bw.de/Industrie/Struktur/kenngrWZ2008.jsp (zuletzt abgerufen am 4. August 2025). 3 Zusätzlich berücksichtigt werden sollte hier noch der Bereich der Metallerzeugung und-bearbeitung mit 1,6% Beschäftigungsanteil und 3,2% des Umsatzes im Verarbeitenden Gewerbe Baden-Württembergs. 4 Aufgrund ähnlicher Herausforderungen wurden beide Sektoren gemeinsam betrachtet. 5 Mehr als die Hälfte des Exportes des Landes Baden-Württemberg kommen aus der Automobilindustrie, dem Maschinenbau und der Pharmaindustrie, wo wiederum jenseits der EU die USA das wichtigste Exportziel darstellen, siehe https://www.statistik-bw.de/Presse/Pressemitteilungen/2025049(zuletzt abgerufen am 4. August 2025). 6 Siehe insbesondere die Kapitel zu„Computing und AI“ und„Semiconductors“ im Draghi-Report aus dem Jahr 2024: https://commission.europa.eu/document/download/ec1409c1-d4b4-4882-8bdd-3519f86bbb92_en?filename=The%20future%20 of%20European%20competitiveness_%20In-depth%20analysis%20and%20recom mendations_0.pdf(zuletzt abgerufen am 14. August 2025). 7 Bei Friendshoring geht es um eine handelspolitische Strategie, die die Verlagerung internationaler Unternehmensprozesse und Lieferketten möglichst in Länder mit geteilten Werten und politischen Allianzen anstrebt. Friendshoring gewinnt aufgrund volatiler internationaler Konfliktlagen an Bedeutung, um die Resilienz von Volkswirtschaften gegenüber geopolitischen Risiken zu stärken. 8 Unter dem KI-Stack versteht man die gesamte Wertschöpfungskette rund um die Entwicklung und Nutzung von KI auf unterschiedlichen Ebenen. Dazu zählen die Mobilisierung von Wissen, Energie und kritischen Erden als Grundvoraussetzung von KI genauso wie die Produktion von Chips, die Entwicklung von Netzwerkinfrastrukturen, digitale Endgeräte, Cloud-Infrastrukturen, die Software und Algorithmen sowie die notwendigen Daten. Aufgrund der großen Abhängigkeit Europas, insbesondere von US-amerikanischen Anbietern, auf allen Ebenen des AI-Stacks schlägt die Eurostack-Initiative vor, ein eigenes europäisches KI-Ökosystem zu schaffen, das mit 300 Milliarden Euro über 10 Jahre Europas Autonomie und Wertschöpfung in der Digitalisierung sichern soll. Für einen Überblick über die Bedeutung des Eurostack siehe https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/user_upload/EuroStack_ PolicyBrief_final.pdf. Die Eurostack-Initiative findet sich hier: https://eurostack.eu/ (beides zuletzt abgerufen am 10. August 2025). 9 https://www.spiegel.de/wirtschaft/kuenstliche-intelligenz-audi-siemens-undbosch-streben-weltspitze-bei-ki-an-a-af4cdda8-edd6-4280-be4a-dd57f58b4e7a (zuletzt abgerufen am 10. August 2025). 10 https://www.ihk.de/blueprint/servlet/resource/blob/3152884/0d1e613da9464fe37212a890c9c785a6/publikation-industrieperspektive-baden-wuerttemberg2025--data.pdf(zuletzt abgerufen am 4. August 2025). 11 https://mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unsere-themen/biooekonomie-und-innovation/biooekonomiestrategie(zuletzt abgerufen am 4. August 2025). 12 https://um.baden-wuerttemberg.de/de/umwelt-natur/umwelt-und-wirtschaft/ressourceneffizienz-und-greentech/landesstrategie-ressourceneffizienz (zuletzt abgerufen am 4. August 2025). 13 https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/dateien/ PDF/250311_Innovations-und-Zukunftsagenda_BW.pdf(zuletzt abgerufen am 4. August 2025). 14 https://wm.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-wm/intern/Dateien_ Downloads/Innovation/2024_TB_ZukunftDerWertschoepfungBW.pdf(zuletzt abgerufen am 4. August 2025). 15 Bewusst soll hier von Governance und nicht von politischer Steuerung die Rede sein, um deutlich zu machen, dass Industriepolitik einer Koordination unterschiedlicher Akteure bedarf(Rodrik 2009). Zwar gibt es industriepolitische Richtungsentscheidungen, die einer klaren Top-down-Entscheidung bedürfen. Dennoch können diese Entscheidungen sowie deren Umsetzung nur durch eine Beteiligung von Industrie, Gewerkschaften sowie der regionalen und europäischen Ebene gelingen. 16 https://assets.publishing.service.gov.uk/media/68595e56db8e139f95652dc6/ industrial_strategy_policy_paper.pdf(zuletzt abgerufen am 4. August 2025). 17 https://www.economist.com/britain/2025/06/24/britains-industrial-strategy-isunlikely-to-boost-its-economy?utm_campaign=shared_article(zuletzt abgerufen am 4. August 2025). Impressum Herausgeberin Friedrich-Ebert-Stiftung Baden-Württemberg Werastr. 24 70182 Stuttgart Deutschland Herausgebende Abteilung Politische Bildung und Dialog(PBD) Kontakt Florian Koch bawue@fes.de Lektorat: Media-Agentur Gaby Hoffmann Gestaltung: röger& röttenbacher, Büro für Gestaltung, Leonberg Die in dieser Publikation zum Ausdruck gebrachten Ansichten sind nicht notwendigerweise die der Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.(FES). Eine gewerbliche Nutzung der von der FES herausgegebenen Medien ist ohne schriftliche Zustimmung durch die FES nicht gestattet. Publikationen der FES dürfen nicht für Wahlkampfzwecke verwendet werden. September 2025 © Friedrich-Ebert-Stiftung e.V. ISBN 978-3-98628-773-3 Weitere Publikationen der Friedrich-Ebert-Stiftung finden Sie hier: ↗ www.fes.de/publikationen Landesbüro Baden-Württemberg Blickwinkel BaWü – Industriepolitik braucht Strategiefähigkeit 10
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Industriepolitik braucht Strategiefähigkeit - vor welchen Herausforderungen steht Baden-Württemberg?
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