Druckschrift 
Demokratie und Wirtschaft - wie können Arbeitnehmer/innen ihre Interessen heute vertreten? : Jugendliche und junge Erwachsene diskutieren mit Wirtschaftsvertretern ; Veranstaltungsinformation des Fritz-Erler-Forums Baden-Württemberg, Landesbüro der Friedrich-Ebert-Stiftung
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Hans Ruse, Kleinhuis GmbH Funktion im Unternehmen/in der Organisation Kleinhuis GmbH ca. 900 MA, Elektroinstallation aus PVC, gehört zur Niedax Group, ca. 60 MA in Riederich, Produktion Kunststoff­Profile, Schichtbetrieb, Herr Ruse ist Werksleiter Trends und Veränderungen in der Beschäftigungspolitik Ihres Unternehmens? In der Chemiebranche ist es relativ ruhig; ein Entgeltrahmenabkommen wurde schon vor Jah­ren zwischen den Tarifparteien ausgehandelt Was uns derzeit beschäftigt: ­Wiedereingliederungsgespräche für Langzeitkranke MA(seit 2004 gesetzlich vorge­schrieben) ­Rauchverbot ­Arbeitszeitverlängerung(es muss schnell entschieden werden, Abstimmung mit Be­triebsrat, Entscheidungen der Arbeitsgerichte) Was fällt Ihnen spontan zum Thema Demokratie und Wirtschaft ein? ­Grundsätzlich ist ein wirtschaftliches Unternehmen keine Demokratie ­Dennoch macht es Sinn, dass Beschäftigte bei bestimmten Themen Mitspracherechte haben, was ja im Betriebsverfassungsgesetz niedergelegt ist ­An diese Vorgaben halten wir uns Stichwort Mitarbeitermitbestimmung? Positive Erfahrungen ­Sehr gute Zusammenarbeit und Erfahrungen mit dem Betriebsrat; gutes Verhältnis (kleines Unternehmen) ­Auch im Tarifverbund immer eher positive Erfahrungen gemacht(gemeinsames Inte­resse geht über Einzelinteresse; betriebswirtschaftliches Verständnis) ­bei alltäglichen Fragen(Einstellungen etc.) läuft die Zusammenarbeit mit BR sehr gut und unkompliziert ­Streiks gab es in der Chemischen Industrie noch nie, das konnte immer anders, einver­nehmlich gelöst werden ­dies ist wohl auch typisch für den Bereich Chemie, wo sich die Verhandlungskultur zwischen den Tarifparteien alles in allem recht positiv gestaltet, und bei beiden Seiten ein betriebswirtschaftliches Verständnis herrscht Negative Erfahrungen ­bei betrieblichen Veränderungen, wenns um grundsätzliche Veränderungen geht(z.B. Mitte der 1990er) ist Konsensfindung eher schwierig Beteiligung der Mitarbeiter am Gewinn/Erfolg des Unternehmens? ­Prinzipiell begrüße ich diese Möglichkeit