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Frauenpolitik : Dokumentation der Arbeit des Referats/Gesprächskreis Frauenpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung 1985 - 2002 ; Bestandsaufnahme und zukünftige Perspektiven
Entstehung
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- 130 ­2.9 Herausragende internationale Fachtagungen Neben den bereits in anderen Zusammenhängen genannten internationalen Aktivitäten 1) wurden vom Referat Frauenpolitik auch einigeweltweite internationale Fachtagungen organisiert. Hier seien insbesondere erwähnt: Internationale Fachtagung: Frauen in Führungspositionen im öffentlichen Dienst, Bonn, 1987 (Schirmherrin: Prof. Dr. Rita Süßmuth, Bundesfrauenministe­rin) Auf diese Fachtagung wird an anderer Stelle ausführlich eingegangen(vgl. Kap. 3.4) Internationale Fachtagung: Die Frau in der kulturellen Entwicklung, Bonn, September 1990 (in Kooperation mit der Deutschen UNESCO Kommission, Bonn) An der internationalen Fachtagung nahmen rund 100 Wissenschaftlerinnen, Journalis­tinnen, Künstlerinnen, Politikerinnen, Gewerkschafterinnen und Verbandsfrauen aus vielen Regionen der Erde, z.B. dem Sudan, Brasilien, sowie aus west- und osteuropäi­schen Ländern, den USA, der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR teil. Die Fachtagung stellte einen Beitrag zur Weltdekade für kulturelle Entwicklung dar, die im Jahre 1989 von der UNESCO ausgerufen wurde. Im Rahmen der Weltkulturdekade ging es nicht zuletzt auch um die Förderung der kulturellen Identität der Frau, die volle Partizipation von Frauen an der kulturellen Entwicklung und die Entfaltung der weibli­chen Kreativität im öffentlichen Kulturleben, d.h. konkret auch im etablierten Kunst­und Kulturbetrieb. Es wurde auf der internationalen Fachtagung ein breites Spektrum an Themen und De­finitionen von Kultur und Kunst angesprochen In besonderem Maße enthüllten einige Länderberichte aus der Dritten Welt, dass Frauen oft noch weitgehend vom(öffentlichen) Kulturleben in ihrem Land ausgeschlossen sind. Der Bericht der Sudanesin Amel A. Hamra über die Situation von Frauen in ihrem Land machte darüber hinaus deutlich, wie groß die Bedrohung von Frauen in den islamischen Ländern durch den Vormarsch des Fundamentalismus ist, der Frauen gänzlich aus dem öffentlichen(Kultur-) Leben fernzuhalten trachtet. Aber auch in den westlichen Industriestaaten war Frauen der Zugang zu Ausbildungs­gängen an Akademien, Meisterschulen und Universitäten bis vor nicht allzu langer Zeit