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Die Mittelstandsfinanzierung gezielt ausrichten : ein Diskussionsbeitrag für ein mittelstandsfreundliches Finanzierungsumfeld ; Empfehlungen, Hintergründe
Entstehung
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Friedrich-Ebert-Stiftung Arbeitskreis Mittelstand Vorwort Der Arbeitskreis Mittelstand in der Friedrich-Ebert-Stiftung hat es sich zur Auf­gabe gemacht, bei jedem seiner Treffen ei­nen Problembereich der mittelständischen Wirtschaft in das Zentrum der Diskussion zu stellen und politikfähige Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Die Finanzierungsprobleme des Mittel­stands waren Thema der dritten Sitzung des Arbeitskreises. Rund vierzig Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Verbän­den diskutierten am 21. Mai 2003 in der Lan­desvertretung von Schleswig-Holstein Mög­lichkeiten, den Mittelstand aus der Finan­zierungskrise zu führen. Die wissenschaftli­che Vorbereitung und Begleitung des The­mas erfolgte durch das Institut für Wirt­schafts­und Politikforschung Richter& Schorn, Köln 1 . In gewohnt knapper Form werden in der vorliegenden Publikation die Ergebnisse und Empfehlungen des Arbeitskreises zu­sammengefasst. Die zum Teil sehr kompli­zierte und technische Materie im Zusammen­hang mit der Diskussion zum Thema Basel II hat uns bewogen, ein tiefergehendes Arbeits­papier mit interessanten Aspekten für die Dis­kussion in den Anhang zu stellen. Dieses Ar­beitspapier wurde mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht(BaFin) abge­stimmt. Die pauschale Sorge, dass die durch Basel II geänderten Eigenkapitalanforderun­gen an die finanzierenden Banken Kredite an Unternehmen allgemein verteuern und damit zu einer strukturellen Benachteiligung kleiner und mittlerer Unternehmungen führen wür­den, wurde allerdings nicht von allen Mitglie­dern des Arbeitskreises Mittelstand geteilt. Festzuhalten bleibt jedoch, dass die traditionell geringe Eigenkapitalquote deut­scher kleiner und mittelständischer Unter­nehmen für die Unternehmensfinanzierung ein Kernproblem darstellt, das durch die Re­gelungen von Basel II eher noch zunehmen wird. Auch hier muss die rahmensetzende Aufgabe von Politik stärker wahrgenommen werden, um die Weichen zu stellen für eine im europäischen Kontext vergleichbar hohe Eigenkapitalausstattung deutscher kleiner und mittelständischer Unternehmen. Obwohl es sich bei dem vorliegenden Thema um einen Bereich handelt, der sehr stark die Geschäftspraktiken von Banken und Unternehmungen berührt, ergeben sich aus der Diskussion genügend Ansätze für Refor­men, bei denen der Gesetzgeber erster und wichtigster Ansprechpartner ist. Nach den steuerpolitischen Vorschlä­gen in der ersten Ausgabe dieser Reihe will der Arbeitskreis Mittelstand mit den vorliegen­den Empfehlungen für eine mittelstands­freundliche Finanzierungspolitik einen weite­ren Beitrag zur Lösung der Hauptprobleme des deutschen Mittelstands leisten. 1 http://www.iwp-koeln.org 1