4 Übergangsverhalten und Schulwahlen Das Übergangsverhalten auf die Schulen der Sekundarstufe ist in den letzten zehn Jahren durch einen tief greifenden Wandel bestimmt. Die Hauptschulen werden kontinuierlich weniger besucht, die Übergänge an Realschulen und Gymnasien steigen. Das Niveau der Übergänge und die Stärke der Entwicklung sind freilich von Kreis zu Kreis unterschiedlich. 4.1 Entwicklung der Übergänge und Schulwahlen im Kreis In einigen Kreisen des Landes haben die Realschulen, in anderen Kreisen die Gymnasien überproportional dazu gewonnen. Bei den Realschulen sind es die sechs Kreise Esslingen, Karlsruhe, Enzkreis, Reutlingen, Biberach und Ravensburg mit einem Zugewinn von über 100 bis zu 184 Schüler/innen beim Zugang zu den Realschulen. Die Gymnasien haben in den drei Kreisen Stuttgart, Esslingen und Rhein-Neckar absolut einen außerordentlich großen Zugewinn von mehr als 300 Schüler/innen. Seit 2000 ist im Kreis Waldshut der Besuch der Hauptschule absolut wie anteilsmäßig stark zurück gegangen. Die Hauptschulen konnten 2000/01 letztmalig knapp über 40% der Schüler/innen im Landkreis gewinnen(41,2%). Danach fiel die Besuchsquote kontinuierlich und unterschritt mit 31,5% im Jahr 2008/09 erstmals die 33%-Marke, also weniger als ein Drittel. Zum Schuljahr 2009/10 ist sie erneut leicht gesunken und beträgt noch 30,9%: ein im Landesvergleich hoher Anteil. Aber dies bedeutet einen Verlust für die Hauptschule um gut zehn Prozentpunkte im Zeitraum der letzten zehn Jahre. Bei den Gymnasien hat die Besuchsquote bereits 2007/08 die 30%-Marke übertroffen und erreicht mittlerweile 30,5% – mit einer gewissen Stagnation in den letzten drei Jahren und deutlich niedriger als das Landesmittel, das bei gut 40% liegt. Für die Realschulen wird seit 2000 durchweg eine Übergangsquote von über einem Drittel gemeldet, zuletzt 2009/10 betrug sie 37,8%(vgl. Tabelle 11). Die Schülerzahl für die 28 Hauptschulen im Kreis ist von 827(Schuljahr 2000/01) auf 561 in der Eingangsklasse 5 im Jahr 2009/10 gefallen. Dies stellt einen Rückgang um fast ein Drittel(32,2%) dar – eine drastische Abnahme trotz Einführung der Werkrealschule vor einigen Jahren. Dagegen ist die Schülerzahl an den drei Gymnasien auf zuletzt 555 Schüler/innen beim Übergang gestiegen. Bei den neun Realschulen sind die Schülerzahlen unregelmäßig, zwischen 633 und 770. Zuletzt 2009/10 waren es 687 beim Zugang. Tabelle 11: Übergänge aus Grundschulen(öffentlich und privat) auf Schulen der Sekundarstufe Im Landkreis Waldshut in den letzten 10 Jahren(2000/01-2009/10) Schuljahr Schüler/innen insg. Hauptschulen abs. in% Realschulen abs. in% Gymnasien abs. in% Sonstige abs. in% 2000/01 2.008 827 41,2 701 34,9 464 23,1 16 0,8 2001/02 2.077 802 38,6 770 37,1 481 23,2 24 1,2 2002/03 2.068 783 37,9 761 36,8 501 24,2 23 1,1 2003/04 1.966 719 36,6 716 36,4 511 26,0 20 1,0 2004/05 1.906 685 35,9 709 37,2 498 26,1 14 0,7 2005/06 1.810 650 35,9 640 35,4 504 27,8 16 0,9 2006/07 1.889 654 34,6 662 35,0 553 29,3 20 1,1 2007/08 1.853 631 34,1 633 34,2 575 31,0 14 0,8 2008/09 1.807 569 31,5 709 39,2 523 28,9 8 0,4 2009/10 1.818 561 30,9 687 37,8 555 30,5 15 0,8 Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart 2009. 17
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Dossier zur Schulentwicklungsplanung: Landkreis Waldshut : Tragfähigkeit und Versorgungsleistung der Schulen 2010-2020/25
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