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Dossier zur Schulentwicklungsplanung: Landkreis Waldshut : Tragfähigkeit und Versorgungsleistung der Schulen 2010-2020/25
Entstehung
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8 Bilanz und Empfehlungen Im Vergleich der Versorgungsleistung von Fortschreibung und den beiden Alternativen wird eindrücklich ersichtlich, wie unterschiedlich sie ausfällt. Dazu werden drei Zahlen bilanzierend ge­genübergestellt(vgl. Tabelle 19): ­Gemeinden ohne Schulangebot in der Sekundarstufe, ­Gemeinden mit haupt- und realschulischem Bildungsgang und Abschluss ­sowie Gemeinden mit allen Bildungsgängen und Abschlüssen der Sekundarstufe(bis zur Hochschulreife). Tabelle 19: Versorgungsleistung der verschiedenen Modelle zur Schulentwicklung in der Sekundarstufe für die 32 Gemeinden im Landkreis Waldshut Fortschreibung: Alternative I: Alternative II 32 Gemeinden gegliedert zwei Säulen integrierte Sekun­HS(1z.)+ RS(2z.) VS(2-3z.)+ GY(2- darschule + GY(2-3z.) 3z.) 2z.-3z.+ Gemeinden ohne Schulangebot in der Sekundarstufe(bislang 10) 24 17 15 Gemeinden mit Schulangebot in der Sekundarstufe(bislang 22) 8 15 17 Gemeinden mit allen Abschlüssen der Sekundarstufe(bislang 2) 2(+4)= 6 6 8 Die Fortschreibung des gegliederten Modells wirkt sich mit Abstand am ungünstigsten auf die Schulversorgung aus. Unter den Standorten mit einem Schulangebot in der Sekundarstufe sind bei Fortschreibung nur noch 8 Gemeinden, bei der Verbundschule 15 Gemeinden und bei der Se­kundarschule sogar 17 Gemeinden zu finden. Die Zahl der Gemeinden mit dem gesamten Spekt­rum der Bildungsgänge und Abschlüsse am Wohnort kann bei Fortschreibung wie"Zwei­Säulen-Modell" gegenüber gegenwärtig zwei Gemeinden auf sechs Gemeinden erhöht werden entsprechende Neueinrichtung von vier Gymnasien vorausgesetzt. Mit der integrierten Sekundar­schule ließe sich dieses Angebot mit allen Bildungsgängen und Abschlüssen um zwei auf insge­samt acht Gemeinden erweitern. Dadurch wäre eine regional ausgewogene und gerechtere Vertei­lung der Bildungschancen ermöglicht. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bei der Fortschreibung zwar acht Gemeinden eine Sekundarschule vorhalten, dies aber in zwei Fällen die Realschule ist (Laufenburg und Stühlingen), während eine Haupt-/Werkrealschule nicht mehr vorhanden sein dürfte. Möglichweise sind aufgrund des demographischen Rückgangs die Realschulen in St. Bla­sien und in Jestetten zukünftig nicht mehr tragfähig und gefährdet. Dann könnte es für den Kreis Waldshut darauf hinauslaufen, dass noch sechs Schulstandorte bestehen: Waldshut-Tiengen, Lau­fenburg(mit Albbruck), Bad Säckingen, Wehr, Bonndorf und Klettgau(mit Wutöschingen). Die Planungsanalysen zur Schulentwicklung im Landkreis Waldshut liefern Resultate, die eindeu­tige Empfehlungen ermöglichen, sei es allgemeiner oder lokaler Art. Soll von den Gemeinden und im Kreis eine Erweiterung der Bildungsangebote und Bildungschancen vorgenommen werden, dann wäre dafür die Einführung der integrierten Sekundarschule vorauszusetzen. Dies wäre ein grundlegender Schritt zu einer breiten und chancengerechten Schulversorgung. Damit kann auch die Effizienz der Schulen besser gewährleistet werden, z. B. im Ganztagsbereich, im Fachprofil und im breiteren kulturellen Angebot. Zudem würde die Einführung einer integrierten Sekundar­schule die Zahl der Ausbildungspendler und die Höhe der damit zusammenhängenden Kosten am stärksten verringern. Schließlich wird durch eine solche Modernisierung das Bildungsklima verbes­sert und die Bereitschaft zum Schulbesuch bei Bildungsaufsteigern erhöht. Mehr Gemeinden als in den anderen Modellen können sich als anspruchsvoller Schulstandort halten und profilieren. 32