Druckschrift 
Dossier zur Schulentwicklungsplanung: Landkreis Waldshut : Tragfähigkeit und Versorgungsleistung der Schulen 2010-2020/25
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

5 Fortschreibung des gegliederten Schulwesens Das gegliederte Schulwesen nimmt eine Trennung der Schülerschaft in Besucher von Haupt­schule, Realschule und Gymnasium ab dem 5. Schuljahr vor. Diese Aufteilung soll für die 32 Ge­meinden und die 29 Hauptschulen im LK Waldshut(inkl. Grafenhausen) betrachtet werden, wobei eine Fortschreibung in die Zukunft vorgenommen wird. 5.1 Zukunft der Hauptschulen und Werkrealschulen Ausgangspunkte sind der Prognosewert für die Jahrgangsbreite zur Sekundarstufe ab 2020 und die Variation der Übergangsquote an die Hauptschule. Von der zukünftigen Jahrgangsstärke ausgehend und die Zugänge zur Hauptschule variierend(30%, 25%, 20% und 15%) kann somit ein differenziertes Bild der Schülerzahlen und Tragfähigkeit gezeichnet werden. Im LK Waldshut gibt es 29 Hauptschulen(mit Grafenhausen) in 23 Gemeinden, davon bieten 8 eine Werkrealschule(10. Klasse) an(in 8 Gemeinden). Es ergibt sich auf kommunaler Ebene eine deutliche Stufung der Gefährdung dieser Hauptschulen, weil die Klassengröße(16 Schüler/innen) oder die Zweizügigkeit(31 Schüler/innen) zukünftig als Kriterien nicht erreicht werden. Trotz der im Kreis Waldshut noch relativ hohen Übertrittsquote an die Hauptschule(31%) werden, laut Ver­zeichnis des Kultusministeriums, im Schuljahr 2008/09 bereits 25 Hauptschulen nur einzügig ge­führt(vgl. Tabelle 13). Sehr starke Gefährdung von 17 Hauptschulen: unter Klassenbildung Insgesamt 17 Hauptschulen erreichen zukünftig nicht die Stärke für eine Klasse, d.h. sie bleiben unter 16 Schüler/innen im Jahrgang(davon drei Hauptschulen in Waldshut-Tiengen bzw. zwei Hauptschulen Wehr). An 7 Hauptschulen wird die Schülerzahl sogar dauerhaft unter 10 bleiben. Insgesamt sind es im Kreis über die Hälfte der Hauptschulen, denen unmittelbar in den nächsten Jahren die Schließung droht, wenn nicht schon vollzogen(wie für zwei Hauptschulen in Waldshut­Tiengen und eine in Wehr). In 12 Gemeinden handelt es sich um die einzige Schule der Sekundar­stufe am Ort, weshalb ihre Auflösung ein besonderer Verlust als Schulstandort bedeuten würde. Starke Gefährdung bei weiteren 6 Hauptschulen: nur einzügig(öfters knapp) Weitere 6 Hauptschulen haben kommunal allein wenige Schüler/innen in Klasse 5(zwischen 12 und 23), könnten aber die Einzügigkeit zeitweise halten, allein oder mit einer Nachbargemeinde, die ohne Hauptschule ist und mitversorgt wird(Lauchringen, Laufenburg, Murg, Ühlingen­Birkendorf mit Grafenhausen, Wutöschingen und Küssaberg). Wo das nicht gelingt, droht auch ihnen die Schließung. Gewisse Gefährdung bei 5 Hauptschulen: nur kooperativ zweizügig Im Kreis werden 5 Hauptschulen zwar allein weniger als 31 Schüler/innen haben(zum Teil deut­lich), aber mit Nachbargemeinden könnte die Größenordnung von 31 und mehr Schüler/innen er­reicht werden(in Albbruck, Bad Säckingen, Wehr, Bonndorf und Klettgau). In diesen Fällen ist eine Zweizügigkeit und damit auch Werkrealschule(WRS) möglich, wobei aber nicht durchweg von einer langfristigen, tragfähigen Sicherung gesprochen werden kann(etwa in Albbruck oder in Bonndorf). Außerdem wird damit durchweg die Schließung einer anderen Hauptschule in einer Nachbargemeinde vorausgesetzt. Ohne Gefährdung ist 1 Hauptschule: stabil zweizügig Wenn die stabile Tragfähigkeit mit zwei Zügen angestrebt wird, ist im ganzen Kreis nur eine Haupt­schule in Waldshut-Tiengen stabil und ungefährdet, weil allein nachhaltig mehr als 31 Schü­ler/innen erwartet werden können. 19