Druckschrift 
Dossier zur Schulentwicklungsplanung: Landkreis Hohenlohe : Tragfähigkeit und Versorgungsleistung der Schulen 2010-2020/25
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

3 Demographisches Potential: Bevölkerung und Lebendgeborene Das demographische Potential in den Gemeinden bestimmt sich über die Zahl der Geburten(Le­bendgeborene) und die zahlenmäßige Stärke der Altersjahrgänge. Sie setzen für den Kreis und seine Gemeinden den Rahmen für das erwartbare Schülerpotential. 3.1 Bevölkerung und Lebendgeborene Insgesamt werden 2007 im Kreis Hohenlohe 986 Lebendgeborene verzeichnet(2008 dann 984 und 2009 nur 900). In den Jahren 2003 und 2004 lag die Zahl Lebendgeborener noch jeweils über 1.000(mit 1.039 und 1.055). Seitdem bleibt sie stets darunter. Daher beträgt der mittlere Wert für die Jahre 2003 bis 2007 für den Kreis noch 994, für die letzten drei Jahre 2007 bis 2009 dann mit 957 Lebendgeborene noch weniger(vgl. Tabelle 8). Tabelle 8: Bevölkerung und Lebendgeborene 2003–2009 im LK Hohenlohe: Anzahl, Trend und Quote Nr. Gemeinde Bevöl­kerung insgesamt 2007 2003-2007 Mittel Lebendgeborene pro Jahr 2007 2008 2009 2007-2009 Mittel Trend* Quote 2007 pro Tau­send 01 Bretzfeld 12.287 120 125 113 85 108-12 1,02% 02 Dörzbach 2.427 25 16 30 25 24-1 0,66% 03 Forchtenberg 5.014 41 38 52 41 44 3 0,76% 04 Ingelfingen 5.851 61 56 46 48 50-11 0,96% 05 Krautheim 4.839 44 48 40 39 42-2 0,99% 06 Künzelsau 14.940 124 129 118 120 122-2 0,86% 07 Kupferzell 5.895 63 61 56 52 56-7 1,03% 08 Mulfingen 3.828 42 35 39 23 32-10 0,91% 09 Neuenstein 6.245 57 54 48 53 52-5 0,86% 10 Niedernhall 3.955 38 35 33 35 34-4 0,88% 11 Öhringen 22.766 199 201 216 200 206 7 0,88% 12 Pfedelbach 8.959 80 74 90 83 82 2 0,83% 13 Schöntal 5.876 50 46 36 46 43-7 0,78% 14 Waldenburg 3.073 20 27 26 20 24 4 0,88% 15 Weißbach 2.186 20 26 24 12 21 1 1,19% 16 Zweiflingen 1.759 10 15 17 18 17 7 0,85% Kreis insgesamt 109.900 994 986 984 900 957-37 0,90% Quelle: Statistisches Landesamt Baden Württemberg und eigene Berechnungen. *Trend: Differenz von Lebendgeb. 2007-2009(aktuell) minus Mittel Lebendgeb. 2003-2007. Es besteht eine deutliche Stufung der Zahl Lebendgeborener zwischen den sechzehn Kreisge­meinden. In zehn Gemeinden bleibt die Jahrgangsstärke unter 60 Lebendgeborenen, gleich ob man das Mittel der Lebendgeborenen für 2003-2007 oder 2007-2009 anlegt. Weitere drei Gemein­den bleiben unter 90 Lebendgeborenen im Mittel: auch dort würde selbst bei 30% Übergang in eine Schulform nicht die Zweizügigkeit erreicht(wenn sie bei zumindest 30 Schüler/innen ange­setzt würde). Demnach verfügen fast alle Gemeinden allein nur über ein geringes Schülerpotential. Nur drei Gemeinden haben im Schnitt über 100 Lebendgeborene: Bretzfeld mit 108 nur knapp, Künzelsau mit 122 etwas mehr und Öhringen mit 206(Mitttel von 2007-2009) noch am meisten (vgl. Tabelle 8). Aufschlussreich ist die Verteilung der Ortsgrößen. Es gibt keine größere Stadt mit über 50.000 Einwohnern. Nur ein Ort hat etwas mehr als 20.000 Einwohner, nämlich Öhringen(22.766). Zwei weitere Orte überschreiten die Marke von 10.000 Einwohnern: Künzelsau(14.940) und Bretzfeld (12.287) und haben den Charakter kleiner Städte. Bis auf Pfedelbach(8.959 Einw.) und Neuen­stein(6.245 Einw.) liegen alle anderen elf Gemeinden unter 6.000 Einwohnern. Darunter haben 12