5 Fortschreibung des gegliederten Schulwesens Das gegliederte Schulwesen nimmt eine Trennung der Schülerschaft in Besucher von Hauptschule, Realschule und Gymnasium ab dem 5. Schuljahr vor. Diese Aufteilung soll für die 26 Gemeinden des LK Reutlingen betrachtet werden, wobei eine Fortschreibung in die Zukunft vorgenommen wird. 5.1 Zukunft der Hauptschulen und Werkrealschulen Ausgangspunkte sind der Prognosewert für die Jahrgangsbreite zur Sekundarstufe ab 2015 und die Variation der Übergangsquote an die Hauptschule. Von der zukünftigen Jahrgangsstärke ausgehend und die Zugänge zur Hauptschule variierend(25%, 20% und 15%) kann somit ein differenziertes Bild der Schülerzahlen und Tragfähigkeit gezeichnet werden. Im LK Reutlingen gibt es 34 Hauptschulen in 23 Gemeinden, davon bieten 8 eine Werkrealschule (10. Klasse) an(in 6 Gemeinden). Es ergibt sich auf kommunaler Ebene eine deutliche Stufung der Gefährdung dieser Hauptschulen, weil die Klassengröße(16 Schüler/innen) oder die Zweizügigkeit (31 Schüler/innen) zukünftig als Kriterien nicht erreicht werden. Sehr starke Gefährdung von 19 Hauptschulen: unter Klassenbildung Insgesamt 19 Hauptschulen erreichen nicht die Stärke für eine Klasse, d.h. sie bleiben unter 16 Schüler/innen im Jahrgang – davon vier Hauptschulen in Reutlingen und eine Hauptschule der beiden in Münsingen. Dies ist mehr als die Hälfte der Hauptschulen im Kreis, denen unmittelbar in den nächsten Jahren – wenn nicht schon vollzogen – die Schließung droht. Fast alle diese Hauptschulen sind die einzige Schule der Sekundarstufe am Ort. Starke Gefährdung bei weiteren 6 Hauptschulen: nur einzügig(öfters knapp) Weitere 6 Hauptschulen haben allein wenige Schüler/innen in Klasse 5(zwischen 14 und 22), könnten aber im Verbund mit Nachbargemeinden die Einzügigkeit sichern(Eningen, Pliezhausen, Lichtenstein und 3 Hauptschulen in Reutlingen). Wo das nicht gelingt, droht auch ihnen die Schließung. Sie dürften auf keinen Fall eine eigene Werkrealschule(mit Klasse 10) anbieten können. Gewisse Gefährdung bei 3 Hauptschulen: unter zweizügig Im Kreis haben 3 Hauptschulen gegenwärtig zwar allein weniger als 31 Schüler/innen(zum Teil deutlich), aber mit Nachbargemeinden dürfte die Größenordnung von 31 und mehr Schüler/innen erreicht werden(in Bad Urach, Münsingen und Pfullingen). In diesen Fällen ist eine Zweizügigkeit und damit auch Werkrealschule möglich, wobei aber nicht durchweg von einer langfristigen, tragfähigen Sicherung gesprochen werden kann. Ohne Gefährdung sind 6 Hauptschulen: stabil zweizügig Wenn die stabile Tragfähigkeit mit zwei Zügen angestrebt wird, sind nur 6 Hauptschulen in drei Gemeinden nicht gefährdet, weil allein nachhaltig mehr als 31 Schüler/innen erwartet werden können. Von diesen Hauptschulen liegen allein vier in Reutlingen. Die weiteren sind in Metzingen und Münsingen anzutreffen. Insgesamt dürften in Zukunft statt 23 Gemeinden, wie gegenwärtig, nur noch 6 Gemeinden im Kreis eine tragfähige Haupt-/Werkrealschule anbieten können(zusätzlich könnten 4 Gemeinden versuchen, eine einzügige Hauptschule zu halten: Pliezhausen, Eningen, Dettingen und Trochtelfingen). Insgesamt kann aber in 17 Gemeinden des Kreises die bisherige Hauptschule wohl nicht gehalten werden, da sie deutlich unter der Zweizügigkeit, in vielen Fällen sogar unter dem Kriterium für die Klassenbildung bleibt(vgl. Tabelle 13). 18
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Dossier zur Schulentwicklungsplanung: Landkreis Reutlingen : Tragfähigkeit und Versorgungsleistung der Schulen 2010-2020/25
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