Die Verbundschule wäre vor allem in den sechs Gemeinden eine attraktive Option, in denen die vorhandene Hauptschule verloren gehen dürfte, aber keine Realschule besteht. Denn diese Gemeinden könnten als Schulstandort eine erhebliche Aufwertung erfahren, insofern mit der Verbundschule dann der hauptschulische und realschulische Bildungsgang mit ihren Abschlüssen wohnortnah vorhanden ist: für Eningen, Dettingen, St. Johann, Trochtelfingen, Lichtenstein und Sonnenbühl besteht diese Option. Bei der integrierten Sekundarschule haben noch weit mehr Gemeinden die Option, nicht nur den drohenden Verlust der Hauptschule zu kompensieren, sondern zudem das Spektrum der Bildungsgänge und Abschlüsse am Ort zu erweitern und aufzustocken. Mit einer zweizügigen Sekundarschule bei gemeinsamen Lernen bis Klasse 10 würden acht Gemeinden den hauptschulischen Bildungsgang gleichsam wohnortnah wahren und das Bildungsangebot zugleich erweitern: in Wannweil, Walddorfhäslach, Riederich, Römerstein, Hayingen, Trochtelfingen, und Hohenstein. Dies wäre eine wichtige Option, um der Verödung der Schullandschaft im ländlichen Raum entgegen zu wirken. Mit der dreizügigen Sekundarschule(mit Oberstufe) könnten fünf Gemeinden sich als Schulstandort entscheidend aufwerten, da sie nun das gesamte Spektrum der Bildungsgänge und Abschlüsse anbieten könnten. Es handelt sich um Pliezhausen, Eningen, Dettingen, Lichtenstein und Sonnenbühl. Volles Spektrum der Optionen Auf der anderen Seite können sechs Gemeinden unter jeder Struktur des Schulwesens das gesamte Spektrum der Bildungsgänge, gegliedert oder integriert, zukünftig anbieten. Dies sind die größeren fünf Städte wie Reutlingen, Pfullingen, Metzingen, Münsingen und Bad Urach – sie alle haben zumindest 12.000 Einwohner/innen. Aber auch Lichtenstein mit Sonnenbühl könnte in diesen Kreis eintreten(zusammen 16.000 Einwohner/innen). 8 Bilanz und Empfehlungen Im Vergleich der Versorgungsleistung von Fortschreibung und den beiden Alternativen wird eindrücklich ersichtlich, wie unterschiedlich sie ausfällt. Dazu werden drei Zahlen bilanzierend gegenübergestellt(vgl. Tabelle 19): Gemeinden ohne Schulangebot in der Sekundarstufe, Gemeinden mit haupt- und realschulischem Bildungsgang und Abschluss sowie Gemeinden mit allen Bildungsgängen und Abschlüssen der Sekundarstufe(bis zur Hochschulreife). Tabelle 19: Versorgungsleistung der verschiedenen Modelle zur Schulentwicklung in der Sekundarstufe für die 16 Gemeinden im Landkreis Reutlingen Fortschreibung: Alternative I: Alternative II 26 Gemeinden gegliedert zwei Säulen integrierte SekunHS(1z.)+ RS(2z.) VS(2-3z.)+ GY(2- darschule + GY(2-3z.) 3z.) 2z.-3z.+ Gemeinden ohne Schulangebot in der Sekundarstufe(bislang 3) 15 12 6 Gemeinden mit Schulangebot in der Sekundarstufe(bislang 23) 11 14 20 Gemeinden mit allen Abschlüssen der Sekundarstufe(bislang 5) 7 7 10 In allen drei Fällen erweist sich, dass die Fortschreibung des gegliederten Modells für die Schulversorgung und Chancengerechtigkeit mit Abstand am ungünstigsten ist. Dies wird bereits beim 29
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Dossier zur Schulentwicklungsplanung: Landkreis Reutlingen : Tragfähigkeit und Versorgungsleistung der Schulen 2010-2020/25
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