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Gewerkschaften im Wandel 4.0 : wie sich Gewerkschaften weltweit der neuen Welt der Arbeit stellen
Entstehung
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4.1 Ugandas Bodaboda­Fahrer_innen nehmen neue Technologien an und neue Herausforderungen beim Organisieren Informell beschäftigte Motorradtaxifahrer_innen stärken ihre Macht durch Gewerkschaftsbeitritt und die Nutzung digitaler Technologien. von Evelyn Lirri 1 Als Kanyike Kiviri im Jahr 2003 als Motorradfahrer im Transportge­werbe anfing, lebte er von der Hand in den Mund. Seine Ersparnisse waren dürftig, die Arbeitsbedingungen hart, und damit war er in Ugandas pulsierender Hauptstadt Kampala nicht alleine. Motorradta­xis oder Bodabodas, wie sie in Uganda gemeinhin genannt werden, spielen eine wichtige Rolle im öffentlichen Verkehrsnetz. Mit ge­schätzt 200.000 Fahrer_innen alleine in Kampala gilt das Bodaboda als schnelles Beförderungsmittel für viele Bewohner_innen in einer Stadt, in der Staus ein tägliches Ärgernis darstellen.Da Bodabo­da-Fahrer_innen von Tag zu Tag wirtschaften, fällt es ihnen oft schwer, Geld anzusparen. Und wenn sie krank werden oder einen Unfall haben, haben sie keine Rücklagen. Deshalb haben wir be­schlossen, uns zu organisieren, erklärt Kiviri. Kiviri ist Gründungsmitglied und amtierender Schatzmeister von Kampala Metropolitan Boda Boda Entrepreneurs(KAMBE), einer Ge­nossenschaft mit über 60.000 Mitgliedern. Über die Genossenschaft versuche man, so sagt er, den weitgehend informellen Geschäfts­1 Die freie ugandische Journalistin Evelyn Lirri schreibt über die Themen Gesundheit, Umwelt, Menschenrechte und Entwicklung. 48 Stürmische Zeiten für Fahrer_innen