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Gewerkschaften im Wandel 4.0 : wie sich Gewerkschaften weltweit der neuen Welt der Arbeit stellen
Entstehung
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4.2 Südkoreas Transportarbeiter_innen im Kampf um sichere Frachtraten Die Erfolge der KPTU-TruckSol: Stärkung der Macht der Be­schäftigten und Einführung von existenzsichernden Regelun­gen für südkoreanische Speditionsarbeiter_innen von Nithin Coca 1 Das vergangene Jahrzehnt war für Südkorea eine Zeit des Aufstiegs zu einer der fortschrittlichsten Digitalwirtschaften Ostasiens: Der Sie­geszug von E-Commerce, online-Fahrdiensten und anderen Dienst­leistungen ist seitdem ungebrochen. Für viele LKW-Fahrer_innen und Beschäftigte im Speditionswesen, ohne die solche Dienstleistungen undenkbar wären, macht sich der Aufschwung jedoch kaum positiv bemerkbar. Die in den frühen 1990er Jahren einsetzende Deregulie­rung erleichterte kleinen und inhabergeführten Unternehmen zwar den Marktzugang, und doch konnten große Firmen ihre Macht zum Lohndiktat immer mehr ausspielen, was stets prekärer werdende Be­dingungen für die Fahrer_innen zur Folge hatte. Ü ber 90 Prozent der koreanischen LKW-Fahrer_innen sind abhängig selbstständig, also als Einzelunternehmer_innen tätig, und haben so­mit mit mehreren Herausforderungen zu kämpfen, erklärt Wol-san Liem, Leiter für internationale Angelegenheiten bei der Korean Public Service and Transport Workers Union(KPTU).Nach koreanischem Arbeitsrecht gelten sie nicht als Angestellte oder Arbeitnehmer_in­nen und genießen somit auch keine gesetzlich verankerten Rechte 1 Als freier Journalist beschäftigt sich Nithin Coca mit sozialen und wirtschaftlichen Fragestellungen in Entwicklungsländern und ist ins­besondere auf Südostasien spezialisiert. Abschnitt 4/ 4.2 53