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Durch Feuer, Wasser und Kupferrohre : Energiesicherheit und Energiepolitik im Ostseeraum
Entstehung
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Einleitung Nach den globalen Energiekrisen von ���� und ����/���� verschwand das Thema Energiesi­cherheit für fast zwei Jahrzehnte nahezu gänzlich von den poli�schen Agenden, aus der groß­forma�gen medialen Berichtersta�ung und somit aus den öffentlichen Diskursen. Erst als die Ölpreise zu Beginn der ����er Jahre rapide zu steigen begannen, gewannen sowohl die öko­nomische als auch private Energieversorgung als zentrale poli�sche Herausforderung erneut an Bedeutung. Es startete ein We�lauf um Zugriffsmöglichkeiten auf Öl und Gas, von dem etliche Beobachtende annehmen, dass er unter bes�mmten Bedingungen zu einem neuen Kalten Krieg um Energie oder inheiße Ressourcenkriege ausarten könnte. Die ���� en�achte Ukraine-Krise, das schwierige Verhältnis zwischen der Europäischen Union und Russland, die Kriege in Syrien sowie im Irak sind einige der jüngsten Ereignisse, welche die sicherheitspoli�sche Relevanz dieses Ressorts unterstreichen. Es bietet sich demnach hervorragend an, den poli�schen Umgang mit dem sowohl hoch aktu­ellen als auch hoch explosiven Thema der Energiesicherheit im Ostseeraum genauer zu analy­sieren. Dieses mari�me Areal gilt gemeinhin als verhältnismäßig homogene und eng vernetzte Region, in der sieben der neun Staaten zu den Mitgliedern der Europäischen Union zählen und somit bereits auf dieser Ebene stabile Beziehungen zueinander pflegen. Zwar gehört Norwe­gen nicht der EU an, ist jedoch mit dieser eng verbunden. In geographischer Hinsicht ist Nor­wegen kein Ostseeanrainer, wird dennoch poli�sch dem Ostseeraum zugerechnet, was nicht zuletzt durch die Mitgliedscha� des Landes im Ostseerat zum Ausdruck kommt. Als neunter Staat fiel die Russländische Födera�on zwar stets etwas aus dem Rahmen, trat jedoch bis zur Eskala�on der Konflikte in der Ukraine im Winter ���� als ein durchaus integrierter Partner auf. Die Ostsee als ein vielfäl�ges, rela�v gut funk�onierendes Ökosystem verkörpert den Lebensraum für unzählige Pflanzen und Tiere, ist aber auch eine wich�ge wirtscha�liche Res­source für Fischerei, Tourismus sowie die Offshore-Windenergie. Doch obwohl die weltweit anvisierte Energiewende auch bei den Ostseeanrainern immer stärker in den Mi�elpunkt zeit­genössischer Deba�en rückt, verlieren die konven�onellen Quellen wie Erdöl und Erdgas nur unwesentlich an Bedeutung. Ein bildha�es Beispiel stellt dabei der scheinbar unau�örliche Streit um den Bau der rund .��� Kilometer langen Nord Stream-Gasleitung dar, wobei es sich um weit mehr als ein reines kommerzielles Projekt handelt. Die im russländischen Ust-Luga nahe Sankt Petersburg ihren Anfang nehmende Pipeline verläu� durch die Ostsee bis zum Endpunkt im Seebad Lubmin bei Greifswald, das im östlichen Teil des sich über.��� Kilometer entlang der