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Italien - eine Analyse der Rai zwischen Tradition und Reformbedarf
Entstehung
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vorsieht. Vielmehr konzentriert sie sich darauf, ihren eige­nen Einflussbereich innerhalb des Verwaltungsrats des Un­ternehmens zu bewahren und weiterhin Einfluss auf den Ernennungsprozess zu nehmen. Anstatt sich den Geist der europäischen Gesetzgebung zu eigen zu machen, scheinen sich die italienischen Parteien ausschließlich darauf zu konzentrieren, ihre langjährigen Einflussbereiche innerhalb der Rai zu bewahren. Für die meisten Italiener:innen ist es ebenso schwierig, sich eine konkrete Alternative zur derzei­tigen Konfiguration der Rai vorzustellen. 50 Jahre enger Verflechtung zwischen öffentlich-rechtlichem Rundfunk und Politik haben die Auffassung gefördert, dass kein an­derer Weg realistisch möglich ist und dass das System letztlich gut genug funktioniert, wie es ist. Wie die europäi­schen Institutionen jedoch deutlich gemacht haben, kann das System in seiner derzeitigen Form nicht als zufrieden­stellend angesehen werden. Über den Autor Luca Bagnariol hat einen Masterabschluss in Geschichtswissen­schaften der Universität Bologna. Als Redaktionsleiter und Journalist bei Scomodo berichtet er hauptsächlich über italienische und inter­nationale Politik. Er ist außerdem verantwortlich für den kritischen Presseschau-NewsletterParallasse, der sich auf die Analyse des ita­lienischen und internationalen Mediensystems konzentriert. Literaturverzeichnis AGCOM Autorità per le Garanzie nelle Comunicazioni(2025): Osservatorio sulle comunicazioni n. 1/2025, 15.5.2025, https:// www.agcom.it/pubblicazioni/osservatori/osservatorio-sulle­comunicazioni-n-1-2025(27.8.2025). Canepa, Carlo(2024): Meloni sbaglia: non è la premier con meno spazio in Rai, anzi[Meloni irrt: Sie ist nicht die Premierministerin mit dem geringsten Sendeplatz bei Rai, ganz im Gegenteil], in: Pagella Politica Fact-Checking, 15.5.2024, https://pagellapolitica.it/articoli/ meloni-sbaglia-spazio-telegiornali-rai-presidenti-consiglio(27.8.2025). Europäische Union(2024): Verordnung(EU) 2024/1083 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. April 2024 zur Schaffung eines gemeinsamen Rahmens für Mediendienste im Binnenmarkt und zur Änderung der Richtlinie 2010/13/ EU(Europäisches Medienfreiheitsgesetz)(Text von Bedeutung für den EWR), https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ TXT/?uri=CELEX%3A32024R1083(27.8.2025). FNSI Federazione Nazionale Stampa Italiana(2025): Riforma Rai, la maggioranza presenta il testo base in Senato, 30.7.2025, https:// www.fnsi.it/riforma-rai-la-maggioranza-presenta-il-testo-base-in­senato( 27.8.2025). Grasso, Aldo(2000): Storia della televisione italiana, Mailand. Ministero delle imprese e del made in Italy(2024): Contratto nazionale di servizio tra il Ministero delle imprese e del made in Italy e la Rai Radiotelevisione italiana S.p.a. che regolamenta per il triennio 2023-2028 lattivita svolta dalla Rai ai fini dellespletamento del servizio pubblico radiofonico, televisivo e multimediale,(24A02566) (GU Serie Generale n.121 del 25-05-2024) Normattiva 2015: LEGGE 28 dicembre 2015, n. 220; Riforma della RAI e del servizio pubblico radiotelevisivo(16G00007); Gazzetta Ufficiale Serie Generale n.11 del 15-01-2016. Normattiva 2021: DECRETO LEGISLATIVO 8 novembre 2021, n. 208; Umsetzung der Richtlinie(EU) 2018/1808 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. November 2018 zur Änderung der Richtlinie 2010/13/EU zur Koordinierung bestimmter Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Bereitstellung audiovisueller Mediendienste unter Berücksichtigung der Entwicklung des Marktes(21G00231); Amtsblatt Allgemeine Reihe Nr. 293 vom 10.12.2021 Ordentliches Supplement Nr. 44. Impressum Herausgeberin Friedrich-Ebert-Stiftung e.V. Godesberger Allee 149 53175 Bonn info@fes.de Herausgebende Abteilung Abteilung Analyse, Planung und Beratung Kontakt Dr. Johannes Crückeberg Johannes.Crueckeberg@fes.de Bildnachweis Titelillustration: Till Lukat Die in dieser Publikation zum Ausdruck gebrachten Ansichten sind nicht notwendigerweise die der Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.(FES). Eine gewerbliche Nutzung der von der FES heraus­gegebenen ­Medien ist ohne schriftliche Zustimmung durch die FES nicht gestattet. ­Publikationen der FES dürfen nicht für Wahlkampfzwecke verwendet werden. Februar 2026 © Friedrich-Ebert-Stiftung e.V. Weitere Publikationen der Friedrich-Ebert-Stiftung finden Sie hier: www.fes.de/publikationen Öffentlich-rechtlicher Rundfunk in Europa Italien 8