Die folgende Übersicht zeigt die verschiedenen Dimensionen von Geschlecht: Dimensionen von Geschlecht Sex ~äë=ÄáçäçÖáëÅÜ=ÇÉÑáåáÉêíÉ=jÉêâã~äÉ=ÇÉë=h ∏ êéÉêë= Desire ~äë=ëÉñìÉääÉë=_ÉÖÉÜêÉåI=ëÉñìÉääÉ=^âíáîáí®íÉå= Gender ÄÉòÉáÅÜåÉí=ÇáÉ=áåÇáîáÇìÉääÉ=mê~ñáë=ÖÉÖÉå Ω ÄÉê=ÖÉëÉääëÅÜ~ÑíäáÅÜ=ÖÉÖÉÄÉåÉå== oÉÖÉäå=Ñ Ω ê=cê~ìÉå=ìåÇ=j®ååÉêX= bêï~êíìåÖÉå=~å=cê~ìÉå=ìåÇ=j®ååÉêX= mçëáíáçåÉå=Ñ Ω ê=cê~ìÉå=ìåÇ=j®ååÉêX= fÇÉåíáÑáâ~íáçåë~åÖÉÄçíÉ=Ñ Ω ê=cê~ìÉå=ìåÇ=j®ååÉêI ÄÉòÉáÅÜåÉí=ÇáÉ=_ÉòáÉÜìåÖ=òïáëÅÜÉå=ÇÉå=dÉëÅÜäÉÅÜíÉêå== ìåÇ=ÇáÉ=jìëíÉê=áÜêÉê=oÉÖìäáÉêìåÖ= ëçïáÉ=ÇáÉ=áåëíáíìíáçåÉääÉ=sÉê~åâÉêìåÖ=ÇáÉëÉê=oÉÖÉäå=ìåÇ=ÇáÉ=píêìâíìê= ëçòá~äÉê=mê~ñáë=áå=lêÖ~åáë~íáçåÉåK= = Die empirisch festgestellten Differenzen zwischen männlichen und weiblichen Individuen, die in Genderanalysen die Basisdaten bilden, entstehen oft aufgrund der einfachen Unterscheidung nach den Körpermerkmalen(„sex“). Sie können aber nicht auf„sex” zurückgeführt werden. Die einfachen Begründungen„die Frauen sind nun mal so, und die Männer sind eben anders“ sind unzureichend. Die Differenzen, die anhand der körperlichen Differenz(„sex“) festgestellt wurden, müssen vielmehr als Ergebnis eines bestimmten„gender“ interpretiert werden. Gender bezeichnet die Aspekte von Geschlecht, die als soziales, gesellschaftliches und kulturelles Konstrukt angesehen werden. Dabei hat Gender zwei Seiten: Zum einen meint es das soziale Geschlecht, das ein Individuum hat und das als Antwort auf die kulturellen und gesellschaftlichen Mechanismen zu verstehen ist, denen ein Individuum aufgrund seiner Kategorisierung gemäß dem „sex” unterliegt. Zum anderen meint Gender auch die geschlechterbezogenen Regeln und Mechanismen in Institutionen, die als geschlechtliche in der Regel nicht deklariert sind, die aber indirekt Gender konstruieren(vgl.1.3). Gender wirkt immer in Kombination mit anderen Merkmalen, die soziale Ungleichheit produzieren. Es differenziert die Gruppen, die über Alter, soziale Klasse und Milieu, Ethnie oder Gesundheit gebildet werden, noch einmal: In jeder dieser Gruppen gibt es noch einmal eine besondere Ausgrenzung, Einengung oder Problematik, die über das Geschlecht, meistens für die Frauen dieser Gruppe, vorhanden sind und eine Privilegierung für die Männer dieser Gruppe. Ein Beispiel Eine weiße(Ethnie), 30jährige(Alter) Frau aus der Mittelschicht(soziale Herkunft) ist Mutter(sex) eines Kleinkindes und lebt in einer Frauenbeziehung(desire). Als Beschäftigte in einem mittleren Unternehmen in der oberen Führungsschicht hat sie Probleme, dem dort vorhandenen Job Design mit seinen Verpflichtungen und Anforderungen an Verfügbarkeit und Mobilität zu entsprechen. Dieses Job Design ist nämlich auf Personen zugeschnitten, die keine Sorge und Pflegeverantwortung für kleine Kinder haben(Genderaspekt der Organisation). Sie verzichtet auf eine Aufstiegsposition, weil sie sich mit ihrer Lebensgefährtin die Versorgung des Kindes teilt(Gender Aspekt der Person). 9
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Geschlechter in Verhältnissen : Denkanstöße für die Arbeit in Gender Mainstreaming Prozessen
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