5 Beate Kosmala Verbotene Hilfe Rettung für Juden in Deutschland 1941-1945 Lange Zeit gab es weder in der Bundesrepublik noch in der DDR ein breites öffentliches und wissenschaftliches Interesse an der Erforschung der Rettung von Juden im nationalsozialistischen Deutschland. Unterschwellig oder offen bestanden gegen jene Deutsche, die den tödlich bedrohten Juden verbotene Hilfe leisteten, Ressentiments. Entweder störten Rettungsgeschichten die allseits bekundeten Ausreden, man habe von den Massenmorden nichts gewusst und gegen die Maßnahmen des NS-Systems nichts tun können, oder die Helfer wurden gar als Außenseiter und im Extremfall als Verräter an der„Volksgemeinschaft“ betrachtet. Erst seit wenigen Jahren werden Helfer und Retter allmählich als „stille Helden“ gewürdigt. Allerdings erschienen schon seit den 50er Jahren(auto)biographische Berichte, meist von Überlebenden, sowie literarische Darstellungen zu diesem Themenkomplex. Seit Ende der 70er/ Anfang der 80er Jahre entstandenen Studien, die sich mit dem Schicksal der Juden auf lokaler und regionaler Ebene beschäftigten und in denen das Überleben im Untergrund eines von verschiedenen Verfolgungsschicksalen darstellt. Nicht zuletzt trug auch die Erschließung mündlicher Quellen durch die Oral History dazu bei, solche Überlebensgeschichten zu sichern. Neueren Datums sind
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Verbotene Hilfe : Rettung für Juden in Deutschland 1941 - 1945 ; Vortrag, gehalten auf einer Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung in Verbindung mit dem Verein "Gegen Vergessen - Für Demokratie" am 28. September 2004 in Bonn
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