27 le Würdigung seiner Menschlichkeit in einer Zeit, als es dafür besonderen Mutes bedurfte, hat es nie gegeben. Die Überlebensgeschichte zeigt unter anderem, wie sich die Verfolgte, nachdem sie die Information über die tödliche Bedrohung durch die Deportation bekommen hatte, zu dem Entschluss durchrang, die Flucht in den Untergrund zu wagen. Ein solcher Entscheidungsspielraum war fast nur Berliner Juden möglich, da in vielen anderen Städten wie erwähnt, die Deportationen bereits im Herbst 1942 nahezu abgeschlossen waren. Die Historikerin Beate Meyer wies nach, dass in Hamburg nur etwas mehr als 50 Verfolgte unter falscher Identität überlebten, die meisten von ihnen Partner von Mischehen. Besonders frappierend ist der Befund zu Frankfurt am Main, der Stadt mit der zweitgrößten jüdischen Gemeinde in Deutschland, wo bisher nicht mehr als ein Dutzend von den Nazis als„Volljuden“ klassifizierte Menschen ermittelt werden konnten, die in den Untergrund gegangen waren. In Frankfurt galt die Deportation der„Volljuden“ im September 1942 als abgeschlossen, noch ehe in Berlin die erste größere Welle des Untertauchens einsetzte. Rettung in Köln-Bonn Im Folgenden werden einige Beispiele aus der Berliner Datenbank vorgestellt, die sich auf Rettungen im Gebiet von Köln-Bonn beziehen. Sie sind typisch für die meisten Rettungsfälle in dieser Region.
Druckschrift
Verbotene Hilfe : Rettung für Juden in Deutschland 1941 - 1945 ; Vortrag, gehalten auf einer Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung in Verbindung mit dem Verein "Gegen Vergessen - Für Demokratie" am 28. September 2004 in Bonn
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