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Verbotene Hilfe : Rettung für Juden in Deutschland 1941 - 1945 ; Vortrag, gehalten auf einer Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung in Verbindung mit dem Verein "Gegen Vergessen - Für Demokratie" am 28. September 2004 in Bonn
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21 seine Ängste und Befürchtungen über das künftige Schicksal sei­ner Familie äußerte, bot Gustke ihm an, die vierköpfige Familie in seinem Wochenendhaus in der Nähe von Strausberg(Branden­burg) unterzubringen. Im Januar 1943 kam Pagel auf dieses Ange­bot zurück. Gustkes schenkten der jüdischen Familie zwei Zentner Kohlen, und an jedem Wochenende erschienen sie und brachten Lebensmittel. Fritz Pagel äußerte:Für alles, was Gustkes für uns taten, nahmen sie keinen roten Heller an. Bis zum Sommer ging alles gut. Dann wurde der Schneidermeister auf die Polizeiwache bestellt und erhielt die Auflage, binnen acht Tagen die Arbeitsbü­cher von Fritz Pagel und dessen 18jährigem Sohn Günther vorzu­legen. Familie Pagel musste nun ihr schützendes Quartier verlas­sen- eine verhängnisvolle Wendung ihres Schicksals. Die Hilfsbe­reitschaft des Schneidermeisters konnte der jüdischen Familie letztlich nicht das Leben retten; nur der Familienvater überlebte Auschwitz. Dies schmälert nicht die menschliche Leistung Gustkes und seine Frau. Wir wissen nicht, ob der Schneidermeister ein stets couragierter Mann war, ob das Ehepaar religiös geprägt war oder einer bestimmten Partei angehörte. Der Zeuge Fritz Pagel merkte lediglich an, sein Bekannter sei Anti-Nazi gewesen. Gustke repräsentiert damit eine Vielzahl der erfassten Helfer, die die Initi­ative zur Rettung ergriff. Reagierendes Handeln Mehr als die Hälfte der dokumentierten Rettungen kam zustande, weil Juden, die gewillt waren, sich der Deportation zu entziehen, die Initiative ergriffen und ihre nichtjüdischen Freunde und Be-