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Die Qaul der Wahl : bedroht Wählerapathie Botswanas Demokratie?
Entstehung
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Wahlbeteiligung 100 90 80 70 60 50 40 30 20 10 0 1965 1969 1974 1979 1984 1989 1994 1999 2004 Abbildung 1: Wahlbeteiligung in Botswana Registriert Tatsächlich setzungen steht allerdings eine politische Realität gegenüber, welche die demokra­tische Qualität Botswanas zunehmend in­frage stellt. Neben der anhaltenden Domi­nanz der Botswana Democratic Party und einer schwach entwickelten Zivilgesell­schaft ist vor allem die fortwährend niedri­ge Wahlbeteiligung Gegenstand der Dis­kussionen. Die Entwicklung der Wahlbeteiligung seit der Unabhängigkeit Schwache Wahlbeteiligungen haben in Botswana bereits eine lange Tradition: In sieben von insgesamt neun Wahlen ent­hielt sich mehr als die Hälfte der Wäh­lerschaft ihrer Stimme. Dabei begann Botswanas Wahlgeschichte durchaus viel versprechend: An den ersten allgemeinen Wahlen im Jahr 1965 nahmen noch 69% der wahlberechtigten Bevölkerung teil. Diese außergewöhnlich hohe Zahl scheint vor allem dem historischen Charakter des Ereignisses geschuldet. Denn nur neun Jahre später wurde mit einer Beteiligung von 26% ein bis heute gültiger Negativ­rekord aufgestellt. Zwar stieg die Teilnah­me in den darauf folgenden Wahlen wie­der an. Langfristig sollten sich die Werte jedoch knapp unter der 50%-Marke einpendeln. Die schwach ausgeprägte politische Teil­nahme beschränkt sich in Botswana je­doch nicht nur auf Wahlen. Bei Re­ferenden ist der Anteil der Nichtwähler un­gleich größer: In den Jahren 1997 und 2001 nahmen jeweils nur 17% und 5% der berechtigten Batswana 1 an den Volksab­stimmungen teil. Angesichts dieser Ent­wicklung ist zu fragen, wer sich hinter der Mehrheit der Nichtwähler verbirgt. Die Gruppe der Nichtwähler Bei der Sorge um niedrige Wahlbe­teiligung geht es nicht nur um absolute, sondern auch um relative Zahlen. Dabei wird grundsätzlich angenommen, dass manche sozio-demographischen Gruppen sich stärker als andere ihrer Stimme ent­halten und damit in der tatsächlichen Wäh­lerschaft unterrepräsentiert sind. Um also die Schwere des Problems einschätzen zu können, muss man zunächst einen Blick auf die Verteilung der(Nicht-)Wähler wer­fen. Nach internationalen Vergleichsstu­dien verlaufen die signifikanten Unter­schiede in der Wahlbeteiligung entlang der 1 Mehrzahl für die Einwohner Botswanas. 2