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Bauarbeitergewerkschaften in Deutschland und internationale Vereingungen von Bauarbeiterverbänden (1869 - 2004) : Protokolle, Berichte, Zeitungen ; ein Bestandsverzeichnis der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung
Entstehung
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Versuchen bald davon überzeugen, wie sehr er irrt. Gewerkschaftsorganisationen werden nicht gemacht, und die Form bestehender Gewerkschaften lässt sich durch Befehle nicht än­dern." 129 Tabelle 13: Berufszugehörigkeit der zur Bauarbeiter-Internationalen gehörenden Mitglieder 1924, 1928 und 1932 Berufsgruppen Maurer Zementierer, Betonarbeiter Stukkateure Fliesen- und Steinholzleger, Terrazzoarbeiter Bauhilfs-, Erd- und Tiefbauarbeiter Zimmerer und Sägereiarbeiter Bautischler, Parkettleger, Glaser Poliere, Schachmeister Architekten, Techniker Ofensetzer, Töpfer Klempner, Installateure, Isolierer Maler, Tapezierer Steinhauer, Bildhauer Steinsetzer, Straßenbauarbeiter, Asphalteure Steinbrucharbeiter Keramische u. Ziegeleiarbeiter Dachdecker Lehrlinge, Jugendliche Sonstige Insgesamt 1924 268.345 14.299 18.972 1.941 216.050 88.034 4.551 18.962 644 8.209 14.763 38.852 7.368 3.088 260 5.068 12.344 48.921 48.921 819.593 1928 299.162 14.036 16.192 6.599 288.254 119.588 5.013 6.909 536 6.022 14.976 38.670 10.263 4.792 1.894 10.953 10.554 49.432 51.206 955.051 1931 312.043 12.058 17.494 5.534 239.506 112.425 3.099 10.394 19 6.044 16.385 33.854 10.809 3.728 435 9.209 9.866 30.068 64.343 897.313 Quelle: Carl/Köbele: Auf der Suche nach Solidarität, S. 92 Weltanschauliche und politische Fragmentierung Bereits im 19. Jahrhundert waren auf nationaler Ebene weltanschaulich und politisch konkur­rierende Gewerkschaften gegründet worden. Auf internationaler Ebene fanden solche Diffe­renzierungen erst nach dem Ersten Weltkrieg einen Niederschlag. Mit der Spaltung der sozia­listischen Arbeiterbewegung nach der Oktober-Revolution von 1917 und der Gründung kom­munistischer Parteien und Gewerkschaftsorganisationen neben den bereits bestehenden sozi­aldemokratischen Verbänden, mit der stärkeren Etablierung und Vernetzung anarcho­syndikalistischer Vereinigungen sowie mit der organisatorischen Festigung christlicher Ge­werkschaften sind die politischen und weltanschaulichen Richtungen benannt, die auch im Organisationsbereich der Baugewerkschaften in der Zwischenkriegszeit mehr oder weniger 129 Geord Käppler: Die Bauarbeiter-Internationale im Jahre 1924, in: Bauarbeiterinternationale, Nr. 14, Oktober 1924, S. 5, zitiert nach: Carl/Köbele: Auf der Suche nach Solidarität, S. 93. 67