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Bauarbeitergewerkschaften in Deutschland und internationale Vereingungen von Bauarbeiterverbänden (1869 - 2004) : Protokolle, Berichte, Zeitungen ; ein Bestandsverzeichnis der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung
Entstehung
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ten in den 1920er und 1930er Jahre nur noch Mitgliedsgewerkschaften in Polen, Ungarn, El­sass-Lothringen und der Tschechoslowakei gewonnen werden. Der geringe Zahl der ange­schlossenen Organisationen spiegelt sich in der vergleichsweise niedrigen Mitgliederzahlen der christliche Bauarbeiter-Internationale wieder(vgl. Tabelle 14). Tabelle 14: Mitglieder des Internationalen Bundes christlicher Bauarbeiter(1921-1937) Jahr 1921 1925 1928 1932 1934 1937 Mitglieder 97.600 58.300 76.766 116.068 85.737 83.626 Neben der Fachinternationale der Bauarbeiter hatten sich aus dem Umfeld des Baugewerbes nur noch die christlichen Holzarbeiter-Gewerkschaften international zusammengeschlossen. Bereits am 20. Oktober 1920 gründeten sie den Internationalen Bund christlicher Holzarbei­terverbände in Köln. Mit dem Sekretariatssitz beim deutschen Mitgliedsverband in Köln stell­te die christliche Holzarbeiter-Internationale eine Ausnahme unter den Fachinternationalen dar. 131 Die Fachinternationalen waren satzungsmäßig, organisatorisch und finanziell unab­hängige Vereinigungen, die über die gegenseitige Anerkennung und ein Teilnahmerecht am Kongress(ohne Stimm- und Antragsrecht) mit dem Internationalen Bund der christlichen Gewerkschaften weltanschaulich und gewerkschaftspolitisch verbunden waren. Ähnlich der nationalen Ebene war auch in der Zwischenkriegszeit auf internationaler Ebene das Spektrum der Organisationen stark fragmentiert, wenngleich die Vielzahl der unterschied­lichen und konkurrierenden Organisationsansätze längst nichts über deren Handlungsfähigkeit und Einflusspotential aussagt. Dem soll und kann an dieser Stelle jedoch nicht nachgegan­gen werden. Auswirkungen der politischen und ökonomischen Entwicklungen Zu den einschneidendsten Ereignissen der Zwischenkriegszeit gehörte die Weltwirtschaftskri­se seit Ende der 1920er Jahre, die in ausgeprägtem Maße die Gewerkschaften im Baugewerbe mit einem nachhaltigen Einbruch der bauwirtschaftlichen Aktivitäten und außerordentlich hohen Arbeitslosenraten konfrontierte. In Frage gestellt wurden dadurch die Handlungsfähig­keit und Existenz der nationalen und der internationalen Gewerkschaftsorganisationen. Zu einem nachhaltigen Einschnitt in die Mitglieder-, Ressourcen- und Handlungsbasis der Be­131 Vgl. IBCG: Die christliche Gewerkschafts-Internationale in den Jahren 1922-1925, Utrecht 1926, S. 371. Die meisten Mitte der 1920er Jahre bestehenden 15 Fachinternationalen hatten ihren Sitz in den Niederlan­den(12), ansonsten in Belgien(2) und in Frankreich(1). 69