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Generationengerechtigkeit - eine internationale Perspektive
Entstehung
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Michael Dauderstädt Generationengerechtigkeit eine internationale Perspektive durch Umverteilungsausgaben weiter zunehmen und die noch vorhandene, aber immer schmälere Basis hochproduktiver wettbewerbsfähiger Produktion und Beschäftigung untergraben. Es gibt aber auch Bereiche, wo es auf die absolute Höhe der Staatsausgaben und damit nicht nur auf das Prokopfeinkommen sondern das gesamte Einkommen eines Landes ankommt, darunter auch solche, die auf anderen Feldern internationaler Kräftevergleiche wichtig sind. Dabei ist militärische Rüstung vielleicht nicht einmal das wichtigste Feld, obwohl es sicher in den Augen vielerRealis­ten in den internationalen Beziehungen zu den Kernbereichen internationaler Macht zählt. Eine sinkende Bevölkerung ist da immer ein(scheinbarer) Nachteil. Denn ein kleines Land kann auch beim besten Willen(d.h. hohem Anteil der Militärausgaben am BIP) keine Großmacht werden. Est­land kann sich keinen Flugzeugträger leisten. Aber auchsoft power kostet Steuergeld. Entwick­lungshilfe, Beiträge zu internationalen Organisationen und vor allem auch zum EU-Haushalt fallen schwerer und müssen eingeschränkt werden, wenn die Staatseinnahmen sinken. In der Welt nach dem 11. September, in der verstärkte Anstrengungen zur Stabilisierung einer bedrohlichen Welt scheiternder Staaten erforderlich erscheinen, machen sich die knappen Kassen schmerzhaft be­merkbar. Aber die Lösung ist hier das Poolen von Ressourcen, am besten in der Europäischen Uni­on. Internationale Vielfalt der Rentensysteme und Reformansätze Der Vielfalt nationaler demographischer und ökonomischer Entwicklungen entspricht eine Vielfalt von Alterssicherungssystemen und Ansätzen zu deren Reform. Interessen, davon geleitete Perzep­tionen und politische Prozesse dominieren die Ausgestaltung dieser Reformen, die sich einerseits aufgrund des demographischen Wandels, aber auch aus anderen Gründen einem Reformdruck aus­gesetzt sehen. Die unterschiedlichen Formen von Wohlfahrtsstaaten(Esping-Andersen 1990) wei­sen meist auch unterschiedliche System der Alterssicherung auf. Deutschland hat ein Umlagesys­tem, das überwiegend durch Abzüge vom Lohn finanziert wird und als Versicherung firmiert; skan­dinavische Länder finanzieren die Sozialleistungen durch Steuern; angelsächsische Länder verfügen meist nur über eine Grundsicherung, die stark durch private Versicherungen ergänzt wird(betrieb­lich und/oder individuell). www.fes-online-akademie.de Seite 5 von 16