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Generationengerechtigkeit - eine internationale Perspektive
Entstehung
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Michael Dauderstädt Generationengerechtigkeit eine internationale Perspektive Risiken noch größer wie viele Schuldenkrisen von Entwicklungsländern gezeigt haben. Außerdem haben in der Vergangenheit massive Kapitaltransfers oft keine Entwicklung bewirkt. Letztlich äh­nelt diese Lösung einem nationalen Kapitaldeckungsverfahren. Es teilt mit ihm die Risiken, dass die investierten Beträge später angemessene Erträge abwerfen und dass diese Erträge noch eine ausrei­chende Kaufkraft haben, wenn sie als steigende Nachfrage auf ein weniger rasch steigendes Ange­bot treffen. Diese Risiken nehmen in transnationalen Geschäften die zusätzliche Form von Wech­selkursrisiken an. Generationengerechtigkeit gibt es die überhaupt? All diese Probleme und Risiken der Alterssicherung bei unterschiedlichen Sicherungssystemen werden dann gern von den Betroffenen alsungerecht bezeichnet. Für die Alten wollen die Jungen nicht mehr die Versprechen honorieren, die sie damals veranlasst hatten, zu sparen, zu investieren oder Beiträge und Steuern zu zahlen, also immer auf aktuellen Konsum zu verzichten. Für die Jun­gen stellen die Alten politische Forderungen oder formulieren Ertragserwartungen, die sie nicht bereit sind zu erfüllen, da sie sich durch die aus ihrer Sicht unrealistischen- Versprechen der Ver­gangenheit nicht gebunden fühlen. Sitzen die beiden Generationen auch noch in verschiedenen Ländern, wird dies das gegenseitige Verständnis nicht gerade fördern. Was wäre denn gerecht? Mit Rawls wäre eine Struktur gerecht, mit der Alte und Junge a priori ein­verstanden wären, wenn sie nicht wüssten(der berühmteSchleier der Unwissenheit), zu welcher Gruppe sie zählten. Das kann angesichts dynamischer Bevölkerungsentwicklung sicher nicht ein ewig konstanter Anteil der Zahlungen an die Alten am Einkommen der Jungen sein. Auch ein lang­fristig konstantes Verhältnis von Lebensarbeitszeit zu Ruhestandszeit wäre nicht sinnvoll. Denn warum sollten nicht Produktivitätssteigerungen zumindest teilweise auch in kürzere Lebensarbeits­zeiten umgesetzt werden? Eine Minimumbedingung wäre sicher, dass innerhalb einer zunächst national definierten Solidargemeinschaft niemand unter einen bestimmten Lebensstandard sinken sollte, der sich allerdings aus der Leistungsfähigkeit der Gesellschaft ergibt. Letztere hängt aber von der Arbeit aller ab im Zweifelsfall auch einer lebensgeschichtlich längeren Arbeit, wenn die De­mographie und Konsumansprüche es erfordern. www.fes-online-akademie.de Seite 14 von 16