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Die gesellschaftliche Akzeptanz von Rechtsextremismus und Gewalt : Ergebnisse einer Repräsentativbefragung ; Kurzfassung ; November 2000
Entstehung
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Die gesellschaftliche Akzeptanz von Rechtsextremismus und Gewalt Ergebnisse einer Repräsentativbefragung(November 2000) In der Auswertung für Gesamtdeutschland wurde dieser überproportionale Anteil durch faktorielle Gewichtung auf seine reale Größe reduziert. Beide Stichproben, also sowohl die in West- als auch die in Ostdeutschland, spiegeln die soziodemographische Struktur, d.h. beide Stichproben sind repräsentativ für die rele­vanten Gruppen unserer Gesellschaft(vgl. Soziodemographische Merkmale der Befra­gungsstichprobe). Parallel zur Repräsentativbefragung führten wir acht Gruppendiskussionen mit ver­schiedenen Zielgruppen in Erfurt, Leipzig, Bochum und München durch. II. ALLGEMEINES LEBENSGEFÜHL Wir beobachten seit der Wende nicht nur kontinuierlich die Wahrnehmungen der wirt­schaftlichen und politischen Situation, sondern auch die emotionale Befindlichkeit in den alten und neuen Bundesländern. Vor diesem Hintergrund lässt sich festhalten, dass das allgemeine Lebensgefühl sich in West- und Ostdeutschland angenähert hat. Die wichtigsten Lebensziele, die man je nach Alter verwirklichen möchte bzw. bereits erreicht hat, variieren erstaunlicherweise nur noch geringfügig in zwei Punkten: Finanziel­le Sicherheit ist in den neuen, die Entfaltung der individuellen Fähigkeiten in den alten Bundesländern wichtiger. Für knapp drei Viertel in West und Ost hat heute das Ziel einesglücklichen Familienle­bens oberste Priorität. Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Sicherheit dominieren das Wertgefüge der Deutschen insgesamt. Es gibt nur noch zwei Werte, die im Westen wichtiger sind als im Osten, näm­lich Freiheit und Glaube an Gott. In den neuen Ländern dagegen misst man der Sicher­heit, dem Zusammenhalt und der Hilfsbereitschaft nach wie vor eine größere Bedeu­tung zu als in den alten. Auch die sogenannten Sekundärtugenden wie etwa Pünktlich­keit, Disziplin und Sparsamkeit haben einen etwas höheren Stellenwert im Osten als im Westen. Wie wir aus der qualitativen Studie wissen, ist das Gefühl einer allgemeinen Desorientie­rung und damit das Bedürfnis nach Orientierung in den neuen Ländern nach wie vor größer als in den alten, dennoch hat sich die Bedeutsamkeit der Werte erstaunlicherweise einander weitgehend angeglichen. Ein Indiz für diese Orientierungslosigkeit in Ostdeutschland ist möglicherweise das etwas höhereAngstniveau. Man sorgt sich nicht nur mehr um den zunehmenden Rechtsradi­kalismus oder die zunehmende Ausländerfeindlichkeit, man hat auch mehr Angst davor, www.fes-online-akademie.de Seite 3 von 18