Die gesellschaftliche Akzeptanz von Rechtsextremismus und Gewalt Ergebnisse einer Repräsentativbefragung(November 2000) Schulbildung • Hauptschule • Abitur/ Studium Haushalts-Nettoeinkommen • Unter 2.000 DM • 2.000 bis 3.000 DM • 3.000 bis 4.000 DM • 5.000 DM und mehr Parteipräferenz • SPD • CDU • CSU • Bündnis90/ Grüne Gesamt Ost 32 23 11 14 31 32 28 27 24 20 22 17 25 26 27 35 34 15 13 Entsolidarisierungstendenzen beobachten mehr Menschen in den alten als in den neuen Bundesländern: 43 Prozent der Westdeutschen(Ost: 32%) sind der Meinung, wem es bei uns schlecht geht, der sei selber schuld. Knapp drei Viertel der Befragten in Ost und West plädieren für mehr Leistungsgerechtigkeit. IV. JUGEND UND GEWALT Der Tenor in den Gruppendiskussionen war eindeutig: Die Gewalttätigkeit Jugendlicher hat quantitativ und qualitativ zugenommen. So sagte beispielsweise ein junger Polizist in Leipzig: „Von Berufswegen kann ich sagen, dass das mit der Gewalttätigkeit der Jugendlichen im wesentlichen stimmt. Die Straftaten insgesamt werden heftiger. Wir beobachten, dass die Jugendlichen teilweise schon viel brutaler miteinander umgehen. Wenn etwas passiert, dann richtig. Da wird oft kein Ende gefunden, da liegt jemand schon am Boden und dann wird eben trotzdem noch ein paar Mal draufgetreten.“ Die Begründungen für diese zunehmende Gewalttätigkeit Jugendlicher fallen in Ost- und Westdeutschland unterschiedlich aus. In den neuen Ländern verweist man in erster Linie darauf, dass der Systemwechsel zu einem Verfall der Werte der ehemaligen DDR und damit zu Orientierungslosigkeit geführt habe. www.fes-online-akademie.de Seite 7 von 18
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Die gesellschaftliche Akzeptanz von Rechtsextremismus und Gewalt : Ergebnisse einer Repräsentativbefragung ; Kurzfassung ; November 2000
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