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Die gesellschaftliche Akzeptanz von Rechtsextremismus und Gewalt : Ergebnisse einer Repräsentativbefragung ; Kurzfassung ; November 2000
Entstehung
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Die gesellschaftliche Akzeptanz von Rechtsextremismus und Gewalt Ergebnisse einer Repräsentativbefragung(November 2000) dass man Opfer eines Diebstahls oder einer Schlägerei werden könnte. Dass die Angst vor Arbeitslosigkeit dagegen in den neuen Ländern sehr viel größer ist, ist sicherlich plausibel und auch gerechtfertigt. Über 70 Prozent der Deutschen insgesamt machen sich Sorgen um einen zunehmenden Rechtsradikalismus, fast drei Viertel befürchten eine Zunahme der Ausländerfeindlichkeit. Gleichzeitig aber haben gut 40 Prozent der Befragten Angst davor, dassnoch mehr Ausländer zu uns kommen. Die große Mehrheit der Deutschen äußert Zufriedenheit über die aktuelle Lebenssitua­tion, dieses Gefühl ist im Westen nur geringfügig verbreiteter. Über drei Viertel der Befragten sorgen sich um den fehlenden Zusammenhalt und den zunehmenden Egoismus in unserer Gesellschaft, die zu einer zunehmenden Haltlosig­keit führten. Hier sieht man in den neuen Ländern deutlich mehr Defizite als in den alten. Wohl auch die zum Teil schmerzhaften Erfahrungen mit dem Hineinwachsen in ein neues politisches System führen dazu, dass eine eher resigniert-fatalistische Grundhaltung in den neuen Ländern deutlich ausgeprägter ist als in den alten: 41 Prozent(West: 29 Pro­zent) sagen, es sei gleichgültig, ob man sich für eine Sache einsetze oder nicht, ändern werde sich ohnehin nichts. Diese Feststellung ist bei älteren Menschen häufiger zu finden als bei jüngeren. III. EINSTELLUNGEN ZU POLITIK Das Interesse an Politik ist in West und Ost gleichermaßen gering ausgeprägt. Nur jeder Fünfte interessiert sich überhaupt für Politik, ostdeutsche Frauen und ostdeutsche Jugend­liche deutlich mehr als westdeutsche Frauen und Jugendliche. Angesichts des mäßigen Politikinteresses muss es überraschen, dass ca. 80 Prozent der Befragten es fürsehr wichtig halten, eine eigene politische Meinung zu haben. Das Desinteresse beschränkt sich offenkundig auf institutionalisierte Politik, bezieht sich aber nicht auf das soziale und politische Geschehen im Allgemeinen. 40 Prozent der Befragten, darunter deutlich mehr West- als Ostdeutsche, geben zu Proto­koll, Politik habe mit ihnen und ihrem Leben nichts zu tun und 30 Prozent interessieren sich grundsätzlich nicht für Parteien. Die allgemeine Zufriedenheit mit unserem politischen System ist in Ost(58%) und West(68%) unterschiedlich ausgeprägt. Dieser Befund wird mit Blick auf das politische System durch eine große Ambivalenz bes­tätigt, die wir auch in den Gruppendiskussionen feststellen konnten: Ein großer Teil der Teilnehmer/innen an den Gruppendiskussionen in den neuen Bundesländern gewinnt bei www.fes-online-akademie.de Seite 4 von 18