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Aufkeimende Hoffnungen : entschwinden der Koreafrage und Wirtschaftswunder in Nordkorea?
Entstehung
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echten Option. Es ist unschwer einzusehen, dass durch solche Optionen Südkorea, ganz zu schweigen von der Bevölkerung von Se­oul, umso mehr gefährdet wird. Bei den anderen Nachbarländern in der Re­gion, und erst recht im Falle der USA, kann man kaum von einer echten Gefährdung ausgehen. Man betrachte nur die Militär­ausgaben der Akteure in der Region, und zwar ihre absolute Höhe und ihre Zunahme. Militärausgaben in Ostasien und den USA (1989-2004) (US Dollar in konstanten Preisen 2004) 1989 1994 1999 2004 China Japan 11463 36574 13665 40053 20200 41439 35400 42442 South Korea North Korea Taiwan 9955 27.1 7746 11884 32.1 9514 12672 19.5 7565 14487 27.9 7211 Russia USA 137145 450972 23172 357395 12300 310326 19400 455304 Quelle: SIPRI, 1990-2005: <http://first.sipri.org/non first/result_milex.php?send> Innenpolitik Das wichtigste innenpolitische Ereignis 2007 war ohne Zweifel die Präsidentschaftswahl am 19. Dezember. Opposition und Presse agitierten verschärft gegen die Regierung, die sich an die Umsetzung einiger wichtiger Gesetzesvorhaben aus dem Vorjahr machte, darunter die des reformierten Arbeitsgeset­zes, das von den Unternehmen nach einem Stufenplan erfordert, dass sie die sog. irre­gulären Arbeitsplätze in volle reguläre Stel­len verwandeln(Sozialversicherung, Kündi­gungsschutz etc.). Im Zuge des Wahlkamp­fes zerfiel die Regierungspartei Uri-dang. Es bildete sich schließlich eine neue, in den Medien wiederumliberal titulierte Partei, die United Democratic Party(UNDP), heraus, die nach zähem Ringen durch eine Primär­wahl einen Präsidentschaftskandidaten kür­te, Chung Dong-Young. Zunächst schien die allseits respektierte Mi­nisterpräsidentin Han Myung-Suk Chancen auf die Kandidatur zu haben. Hätte die Op­positionspartei Hanaradang(GNP) ihrerseits eine Frau ausgewählt, nämlich Park Geun­Hye, die Tochter des ehemaligen Diktators Park Chung-Hee, hätte der Wahlkampf rich­tig spannend werden können. So aber ver­lor auch Park Geun-Hye das Rennen, wenn auch nur extrem knapp, und der ehemalige Wirtschaftsboss und frühere Bürgermeister von Seoul, Lee Myung-bak, wurde Kandidat der Partei und später mit großer Mehrheit gewählt, d.h. er erhielt bei einer Wahlbetei­ligung von 63 Prozent der Wahlberechtigten 48,7 Prozent der Stimmen(30,7 Prozent von allen Wahlberechtigten). Damit wird Südko­rea im 21. Jahr des Juni-Aufstandes und der Erkämpfung der Demokratie nach Kim Dae­Jung und Roh Moo-Hyun wieder einen kon­servativen Präsidenten haben. Am 9. April 2008 wird zudem das Parlament neu ge­wählt. Man rechnet auch hier mit einem klaren Sieg von Hanaradang. Südkorea wird also eine von einemBulldozer geführte konservative Regierung mit einer ungefähr­deten Parlamentsmehrheit haben unter normalen Umständen müsste man das je­denfalls erwarten. Nun sind die Umstände aber nicht normal. Lee Myung-bak gilt nicht als Saubermann. Noch drei Tage vor der Wahl tauchte eine CD-Videoaufnahme von einem im Januar 2000 an der Kwangun Universität gehalte­nen Vortrag, in dem er sich mit der Grün­dung und als Eigentümer des Wertpapierun­ternehmens BBK brüstete, auf. Diesem Un­ternehmen werden u.a. Aktienkursmanipu­lationen vorgeworfen zum Schaden von über 5000 gutgläubigen Anlegern. Sein damaliger Sozius flüchtete in die USA und landete deshalb dort selbst im Gefängnis. Nun wäre das nicht so delikat, wenn Lee Myung-bak während des Wahlkampfes nicht darauf bestanden hätte, dass er mit dieser Firma BBK absolut nichts zu tun hat. Pikanterweise wurde sein Sozius Mitte No­vember, also mitten im Wahlkampf, von der amerikanischen an die koreanische Staats­anwaltschaft überstellt. Er bestand darauf, dass Lee Myung-bak nicht nur der Eigentü­mer von BBK, sondern auch der Hauptver­antwortliche für die damaligen Vorgänge gewesen sei. Noch etwas skandalöser wur­de es dann, als die Staatsanwaltschaft am 6. Dezember 2007 bekannt gab, dass es keine Beweise für die Eigentümerschaft und kri­minelles Verhalten von Lee Myung-bak ge­be. Das`çêéìë= ÇÉäáÅíá wurde von seinen Besit­zern, nachdem sie erst versucht hatten, es 4