29 derung nach dem Frauenwahlrecht verankert werden. Clara Zetkin hatte in Stuttgart angekündigt, dass die Proletarierinnen die bürgerlichen Frauenrechtlerinnen nicht zurückweisen, wenn diese sich im Kampf für das allgemeine Frauenwahlrecht hinter und neben sie stellten, um bei einem getrennt Marschieren vereint zu schlagen. 57 Es gab gute Gründe dafür, dass die bürgerliche Presse vom Stuttgarter Kongress ausgeschlossen worden war. Die„Gleichheit“ schrieb dazu:„Auf alle Fälle sind wir besser gefahren, dass sie[die Presse] wütend über die Nichtöffentlichkeit einer erfolgreichen Tagung keift, als wenn sie unter Umständen Gelegenheit gehabt hätte, über die öffentliche Inszenierung einer misslungenen Konferenz zu höhnen.“58 Tatsächlich schrieb die„Schwäbische Tagwacht“ nach der Konferenz: Die„roten Emanzen“ hätten „die abgedroschene Frauenwahlrechtsfrage wiederum aufs Tapet“ gebracht;59 damit qualifizierte sie das legitime Anliegen der Frauen als ungeAlexandra Kollontai(1872- 1952) bührliches Ansinnen. Auch bei den sozialistischen Frauen: der rechte und der linke Flügel Diskrepanzen gab es keinesfalls nur zwischen bürgerlichen und proletarischen Frauenbewegungen. Politische Gräben spalteten auch den rechten vom linken Flügel der Fraueninternationale. 57 Vgl. Gilbert Badia, Clara Zetkin, Berlin 1994, S. 98. 58 Die Gleichheit, 16. Jg., vom 2. September 1907. 59 Schwäbische Tagwacht vom 27. August 1907.
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"Her mit dem allgemeinen, gleichen Wahlrecht für Mann und Frau!" : Die internationale sozialistische Frauenbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts und der Kampf um das Frauenwahlrecht
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