51 gung. 95 Sie beschloss eine Anti-Kriegs-Resolution, die sie„an die Frauen aller werktätigen Schichten“ richtete. Im Schatten des Hakenkreuzes 15 Jahre lang konnten Frauen in Deutschland wählen und durften gewählt werden. Dann wurde das Rad der Zeit zurückgedreht. Daran war der durch einen nicht unerheblichen Anteil von Frauen unterstützte Nationalsozialismus schuld. Zur Zeit des Nationalsozialismus sollten sich Frauen(wieder) auf ihre„natürliche Funktion“ besinnen und das hieß jetzt: „Dem Führer Kinder schenken“; und wenig später hieß es: Dienstverpflichtung in den Rüstungsfabriken. Gleichschaltung und Auflösung haben auch vor den Frauenorganisationen nicht Halt gemacht. Die bürgerlichen Frauenvereine haben der Gleichschaltung keinen Widerstand entgegengesetzt: Der BDF hat sich bereits im Mai 1933 selbst aufgelöst, im September 1933 folgte der in Deutscher Staatsbürgerinnenverband umbenannte Deutsche Frauenverein. Beide Verbände verabschiedeten sich, ohne sich gegen den Druck der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei(NSDAP) aufzulehnen. Sozialdemokratische, kommunistische und andere linke Frauenorganisationen wurden verboten.„Die deutsche Frau“ brauchte sich, nach Meinung der Nazis, nicht„zu emanzipieren“. Die bereits im Oktober 1931 gegründete Nationalsozialistische Frauenschaft (NS-Frauenschaft) erhob als„Eliteorganisation“ den Anspruch auf die politische und kulturelle Führung der gesamten Frauenarbeit. Das Verhalten von Frauen während der Zeit des Nationalsozialismus war vielschichtig; der Ausgang ist bekannt. Politisch rechts stehende Frauen begrüßten die Funktionalisierung von Frauen als Gebärerinnen und Erzieherinnen künftiger Soldaten, sie sahen darin die Integration in die„Volksgemeinschaft“ und 95 Die IFFF-besteht heute(2008) noch.
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"Her mit dem allgemeinen, gleichen Wahlrecht für Mann und Frau!" : Die internationale sozialistische Frauenbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts und der Kampf um das Frauenwahlrecht
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