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"Her mit dem allgemeinen, gleichen Wahlrecht für Mann und Frau!" : Die internationale sozialistische Frauenbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts und der Kampf um das Frauenwahlrecht
Entstehung
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53 am Vorabend, vom 13. bis 15. Mai 1938, eine der bedeutendsten Friedensmanifestationen organisierte, den Weltkongress der Frauen für Frieden und Demokratie in Marseille, an dem 700 Delegierte aus 17 Nationen teilnahmen und u. a. die Freilassung von KZ-Häftlingen und den Boykott von Waren derangreifen­den Nationen verlangten. Nach dem Zweiten Weltkrieg: Männer und Frauen sind gleichberechtigt Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen die Sozialistinnen 1947 bei der Konferenz der Sozialistischen Internationale in Zürich zum ersten Mal wieder zusammen und beschlossen, die Frauenorga­nisation unter der Leitung der belgischen Sozialistinnen wieder zu gründen. 96 Die erste Internationale Frauenkonferenz fand am 3. Juni 1948 in Wien statt. Frauen aus Dänemark, Deutschland, England, Finnland, Frankreich, Holland, Norwegen, Österreich, Schweden und der Schweiz fanden sich zusammen, tauschten Informationen aus und beschlossen, sich regelmäßig zu treffen. Nach den Konferenzen 1950 in Kopenhagen, 1951 in Frank­furt/Main und 1952 in Mailand formierte sich erst 1955 bei der 5. Nachkriegskonferenz in London derInternationale Rat sozi­aldemokratischer Frauen als Organisation mit Statuten und einem Präsidium neu. Es dauerte bis 1978, bis bei der Konferenz in Vancouver(Kanada) die Organisation wieder in Sozialisti­sche Fraueninternationale umbenannt wurde. Erst jetzt wurde auch beschlossen, den Internationalen Frauentag weltweit wie­der als Kampftag für Frauenrechte und Frieden zu begehen. In Deutschland konnten die Sozialdemokratinnen nach 1945 wieder an die demokratische Entwicklung der Weimarer Zeit anknüpfen. Das aktive und passive Wahlrecht war nun kein Streitpunkt mehr. Jetzt galt es, zäh darum zu ringen, die Forde­rung nach Gleichberechtigung in den neu zu formulierenden 96 Karlsson 2007, S. 121.