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Afghanistan - den Frieden verhandeln : Bericht der Internationalen Task Force für Afghanistan im Auftrag der Century Foundation
Entstehung
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LAKHDAR BRAHIMI UND THOMAS R. PICKERING| AFGHANISTAN DEN FRIEDEN VERHANDELN Zu den Mitgliedern der Task Force Lakhdar Brahimi , Co-Vorsitzender der Task Force, ist Mitglied von The Elders, einer Gruppe älterer Staatsmän­ner unter Vorsitz von Erzbischof Desmond Tutu, die auf Initiative Nelson Mandelas gegründet wurde. Brahimi war Sonderbeauftragter des UN-Generalsekretärs und Leiter der UN-Hilfsmission in Afghanistan(2001-2004), wo er die Umsetzung des Friedensabkommens leitete, das un­ter seinem Vorsitz auf der Konferenz in Bonn beschlossen worden war. Von Juli 1997 bis Oktober 1999 fungierte er als Sondergesandter des Generalsekretärs für Afghanis­tan und kurzzeitig als UN-Sondergesandter für den Irak (Januar bis Juni 2004). Zu seinen früheren diplomatischen Positionen gehörte die des Sondergesandten der Ara­bischen Liga für den Libanon, wo er die Beendigung des 17 Jahre währenden Bürgerkriegs überwachte. Er war algerischer Außenminister(1991-1993) und leitete eine Beobachtermission der Vereinten Nationen, die 1994 die demokratischen Wahlen in Südafrika beobachtete, bei der Nelson Mandela zum Präsidenten gewählt wurde. Botschafter Thomas R. Pickering , Co-Vorsitzender der Task Force, ist stellvertretender Chef von Hills and Com ­pany, einer internationalen Consulting Firma, die US­Unternehmen bei Investitionen, Geschäftsabschlüssen und Risikoabschätzungen im Ausland berät, besonders in Schwellenländern. Er zog sich 2006 von seinem Pos­ten als leitender Vizepräsident für internationale Bezie­hungen bei Boeing zurück. In seiner Laufbahn war er Jahrzehnte U.S.-Diplomat: Unterstaatssekretär für poli ­tische Angelegenheiten, Botschafter bei den Vereinten Nationen und Botschafter in Russland, Indien, Israel, Nigeria, Jordanien und El Salvador. Er war auch poli­tischer Mitarbeiter in Sansibar und Daressalam, Tansania. Pickering hat den Rang eines ständigen Vertreters inne, den höchsten im Auslandsdienst der Vereinigten Staaten. Botschafterin Barbara K. Bodine ist Dozentin für öffent­liche Ordnung und Direktorin der Scholars in the Nations Service Initiative, ein Programm an der Woodrow Wilson School. Sie war Botschafterin in der Republik Jemen(1997­2001). Außerdem war sie während des Iran-Irak-Krieges an der Botschaft in Bagdad, während der irakischen In­vasion und Besetzung von 1990/91 an der Botschaft in Kuwait und 2003 erneut im Irak als dem Verteidigungs­ministerium zugeordnete, leitende Vertreterin des State Department und leitende Koalitionskoordinatorin für den Wiederaufbau Bagdads und der Zentralgouvernements. Hiket Çetin war ehemaliger politischer Vertreter der NATO(SCR) für Afghanistan(2004-2006). Er wurde 1977 als Mitglied der sozialdemokratischen Partei ins türkische Parlament gewählt. Er war stellvertretender Premierminis­ter, Außenminister und Parlamentspräsident. Steve Coll ist Präsident der New America Foundation und arbeitet regelmäßig für den New Yorker. Zuvor war er zwanzig Jahre als Auslandskorrespondent und leiten­der Herausgeber der Washington Post tätig und von 1998 bis 2004 als Chefredakteur der Zeitung. Er ist Au­tor von sechs Büchern, u. a.: On the Grand Trunk Road: A Journey into South Asia(1994); Ghost Wars: The Secret History of the CIA, Afghanistan and Bin Laden from the Soviet Invasion to September 10, 2001(2004), das mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet wurde; und The Bin La­dens: An Arabian Family in the American Century(2008). James Dobbins ist Direktor des International Security of Defense Center der RAND National Security Research Division. Er war stellvertretender Staatssekretär für Euro­pa, Assistent für besondere Aufgaben und Sonderbera­ter des Präsidenten, Staatssekretär für den Balkan und Botschafter bei der Europäischen Gemeinschaft. Er war unter Clinton und Bush Sondergesandter in Afghanis­tan, dem Kosovo, Bosnien, Haiti und Somalia. Nach dem 11. September wurde er zum Vertreter der Regierung Bush bei der afghanischen Opposition ernannt mit dem Auftrag, eine Nachfolgeregierung für das Taliban­Regime zusammenzuschmieden, die breite Unterstüt­zung bei der Bevölkerung findet. Er vertrat die Vereinig ­ten Staaten bei der Konferenz in Bonn, in deren Rahmen die neue afghanische Regierung gebildet wurde. Robert Finn war nach mehr als 20 Jahren der erste U.S.­Botschafter in Afghanistan vom 22. März 2002 bis zum 27. November 2003. Zurzeit ist er Professor für Türkei­Studien und internationale Beziehungen an der Universi­tät Princeton. Er war Mitglied des Auswärtigen Dienstes (1978-2005). 1992 eröffnete er(als Geschäftsträger) die U.S.-Botschaft in Aserbeidschan und fungierte dort drei Jahre lang als Geschäftsträger und stellvertretender Lei­ter. Er war auch U.S.-Botschafter in Tadschikistan(1998­2010). Außerdem war er in der Türkei, Kroatien und Pa­kistan tätig. Jean-Marie Guéhenno , ehemaliger Untergeneralsekre­tär für Friedenseinsätze(2000-2008) ist Nonresident Senior Fellow bei der Brookings Institution und Arnold 55