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Überraschende Wahl, überraschende Stimmen : junge Menschen und die vorgezogene Bundestagswahl 2025
Entstehung
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Allerdings gibt es zu diesen Befunden auch einen bemer­kenswerten Kontrast. Wenn wir nämlich nach der Bewer­tung einesbedingten Wahlrechts fragen(Ob jemand wählen darf oder nicht, sollte von seinem politischen Wis­sen abhängen), so können gerade 15-Jährige, aber auch insgesamt junge Menschen, dieser Idee eines bedingten Wahlrechts durchaus etwas abgewinnen. Dagegen findet die Aussage bei Menschen über 40 nur sehr geringe Zu­stimmung. Diese Gruppe möchte also ein unbedingtes Wahlrecht wenn auch erst ab einem Alter von 18 Jahren. 3.3 Zwischenfazit Festzuhalten bleibt somit an dieser Stelle: Das Wählen hat auch für junge Menschen einen hohen Wert, gerade wenn es um Bundestagswahlen geht. Wahlberechtigte jun­ge Menschen haben sich gefreut, im Februar 2025 an der Wahl teilnehmen zu dürfen. Umgekehrt finden wir bei Nicht-Wahlberechtigten teils erheblichen Ärger darüber, dass sie außen vor bleiben mussten. Weiterhin hat sich ge­zeigt: Gerade die besonderen Umstände der Bundestags­wahl 2025 haben diesbezüglich Spuren hinterlassen. Bei jungen Menschen, die beim regulären Wahltermin im Sep­tember hätten wählen dürfen, beim vorgezogenen Wahlter­min im Februar aber noch nicht alt genug waren, ist der Är­ger besonders groß. Sie finden auch(im Gegensatz zu an­deren Gruppen), dass das Vorziehen der Wahl das sie letztlich ihre Wahlberechtigung gekostet hat keine gute Idee war. Ein erweiterter Blick auf das Wahlalter und damit verbun­dene Aspekte zeigt zudem, dass gerade bei 16- und 17-Jährigen die Unterstützung für ein auch bei Bundes­tagswahlen abgesenktes Wahlalter nochmals zugenom­men hat. Bei Menschen, die selbst 18 Jahre alt oder älter sind, fällt die Unterstützung für ein niedrigeres Wahlalter hingegen eher gering aus. Gering ist in allen Gruppen auch die Unterstützung für eine Absenkung des passiven Wahl­alters. Einig sind sich die Befragten dahingehend, dass die Schule junge Menschen auf Wahlen und Wählen vorberei­ten sollte. Diese Forderung findet flächendeckend in allen hier betrachteten Gruppen sehr hohe Zustimmung. 18 Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.