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Gering Qualifizierte - Verlierer am Arbeitsplatz?! : Konzepte und Erfahrungen aus der Praxis
Entstehung
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Der Durchschnittswert über alle Teilnehmer beim Eingangstest beträgt 2,8 auf der 7-stufigen Aktivierungsskala. Der Wert 2,8 bedeutet, dass sich die Mehrzahl der Projektteilnehmer zwischen arbeitsmarktbezogener Orientie­rungslosigkeit und passiver Arbeitsmarkthaltung einordnen lässt. Analyse der Aktivierungserfolge Zur Herstellung von Beschäftigungsfähigkeit und zur Vorbereitung auf den ersten Arbeitsmarkt wurden rund 500 Teilnehmer in Persönlichkeitstrainings integriert. Die deskriptive Analyse 7 von Teilnehmerverläufen zeigt deutlich, dass durch Coaching und Persönlichkeitstrainings eine Aktivierung und Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit erreicht werden kann. Bezogen auf die Zielstellung der Arbeitsmarktaktivierung von arbeitsmarkt­politischen Zielgruppen im Rahmen von psa, kann eine deutlich positive Statusveränderung festgestellt werden. Der entscheidende qualitative Sprung, nämlich von einer passiven Grundhaltung in eine aktive Rolle bei der Arbeitssuche, ist im Durchschnitt allen Teilnehmern gelungen. Die Stufe 4 stellt diese neue Qualität auf der Bewertungsskala dar. Die Auswertung der Verläufe der Aktivierungsfortschritte aller Teilnehmer zeigt, dass insgesamt ein stetiger Anstieg der Aktivierung im Verlauf der Betreuung zu verzeichnen ist. Daneben wird die Wirksamkeit eines Coa­ching-Prozesses für den Arbeitslosen deutlich abgebildet: Mit konkreten Leistungsabforderungen durch den Coach steigt die Aktivierung des Teil­nehmers deutlich an. Der psychologische Effekt einer länger währenden Aktivierung mit permanenter Erfolgskontrolle zeigt nachweisliche Effekte bei den betreuten Teilnehmern. 7 In die Analyse wurde eine unterschiedliche Anzahl auswertbarer Datensätze einbezogen: Eingangsbewertung: N=619; 1. Zwischenbewertung: N=439; 2. Zwischenbewertung: N=269; 3. Zwischenbewertung: N=167; Abschlussbewertung: N=330; Die unterschiedli­che Anzahl der jeweiligen Grundgesamtheit lässt sich durch den unterschiedlichen Durch­lauf der Teilnehmer erklären. Manche Teilnehmer sind bereits kurz nach der Eingangsbe­wertung in Arbeit vermittelt, andere verlassen nach der ersten Folgebeurteilung den Pool usw. 106