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Wie Bürgermeister_innen soziale Medien nutzen : Ergebnisse einer Online-Befragung baden-württembergischer Bürgermeister_innen
Entstehung
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Wie Bürgermeister_innen soziale Medien nutzen vollzieht. Sowohl Facebook als auch die Messengerdienste werden von den meisten befrag­ten Nutzer_innen schon seit Längerem genutzt. So liegt der Anteil der Nutzer_innen, die bereits über fünf Jahre aktiv sind, deutlich höher. Für Instagram ist hingegen eine gegen­sätzliche Entwicklung zu beobachten. Die meisten Nutzer_innen sind erst in den letzten drei Jahren aktiv geworden. Diese Entwicklung spiegelt gewissermaßen die generelle Marktbe­wegung innerhalb der sozialen Medien wider; Facebook gilt in der Zwischenzeit vor allem als Plattform für die mittelalten Nutzer_innen und die Elterngeneration, während die Jugend­lichen sich eher auf Instagram und zunehmend auf jüngeren Plattformen(z. B. Snapchat und Tiktok) bewegen. 3.3 Was spricht für und gegen die Nutzung der sozialen Medien? Die teils sehr unterschiedliche Nutzung der jeweiligen Kanäle und ein Anteil von rund 30% der befragten Bürgermeister_innen, der soziale Medien entweder gar nicht oder nur privat nutzt, deuten darauf hin, dass der Einsatz nicht unumstritten ist. Um die Vorbehalte syste­matischer zu erfassen, wurden die Befragten zunächst um eine Gewichtung häufig ange­führter Aspekte gebeten(n= 368). 5Was spricht aus Ihrer Sicht generell gegen die Nutzung sozialer Medien im Rah­men Ihres Amtes? (Mehrfachnennung möglich) 0 keine Zeit, um auf Beiträge zu reagieren& Diskussionen zu folgen Kontrolle über die Inhalte 150 187 300 245 Ressourcen 155 rechtliche Bedenken 106 geringer Nutzen für meine Arbeit 75 nichts 61 fehlendes Know-how 58 andere Gründe 20 Das Ergebnis verdeutlicht, dass es unter den Bürgermeister_innen durchaus ein Bewusst­sein für den Charakter und die Besonderheiten der Kommunikation über soziale Medien gibt. Die zwei am häufigsten gewählten Antworten beziehen sich auf zentrale Unterschiede zur klassischen Kommunikation über die Presse oder die eigenen Kanäle. Zum einen verlangen die sozialen Medien nach einer stärkeren und unmittelbaren Interak­tion. Kommunikation wird zumindest in der Idealvorstellung von der reinen Information zu einem kontinuierlichen Dialog, in dem die Kontrolle und Deutungshoheit über die eigenen 16