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Wie Bürgermeister_innen soziale Medien nutzen : Ergebnisse einer Online-Befragung baden-württembergischer Bürgermeister_innen
Entstehung
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Wie Bürgermeister_innen soziale Medien nutzen Gemeinden sollten also darüber nachdenken, wie sie diese Gruppen entsprechend im Blick behalten und sich bei Bedarf in Diskussionen einbringen können. 3.5 Wie viel Aufwand ist mit den sozialen Medien und Kommunikation verbunden? Aufbauend auf den bisherigen Erkenntnissen zur grundsätzlichen Nutzung und Einstellung gegenüber sozialen Medien kann nun das tatsächliche Nutzerverhalten der Bürgermeis­ter_innen stärker in den Blick genommen werden. Hierfür bietet sich zunächst der Blick auf den zeitlichen Aufwand an, der für die Nutzung der sozialen Medien eingeplant wird. Die meisten der befragten Bürgermeister_innen(43,8 Prozent) wenden in der Woche bis zu 5 Stunden für die Pflege ihrer Social-Media-Kanäle auf. Dies entspricht letztlich einer Stunde pro Arbeitstag. Eine unwesentlich kleinere Gruppe(41,2 Prozent) gibt an, pro Woche bis zu einer Stunde einzusetzen. Intensivnutzer, die über 10 Stunden pro Woche in den sozialen Medien unterwegs sind, haben unter den Bürgermeister_innen Seltenheitswert. 10Wie viel Zeit investieren Sie beruflich pro Woche durchschnittlich in die Nutzung sozialer Medien? (n= 260) 50% 41,2% 43,8% 25% 8,5% 3,8% 0% bis zu 1 Stunde bis zu 5 Stunden bis zu 10 Stunden über 10 Stunden 2,7% gar keine Dies gilt auch für diejenigen Nutzer_innen, die soziale Medien mehr oder minder passiv nut­zen und angeben, gar keine Zeit aufzuwenden. Zwar gibt es logischerweise keine festen Regeln oder Vorgaben, wie viel Zeit für den sinnvollen Einsatz sozialer Medien pro Woche notwendig ist. Hierfür pro Arbeitstag 12 Minuten anzusetzen, scheint aber knapp kalkuliert. Wie verhält sich der zeitliche Aufwand der Social-Media-Aktivitäten im Verhältnis zu den weiteren Kommunikationsaktivitäten der Bürgermeister_innen? Wie bereits auf Grundlage der vorhergegangenen Frage zu vermuten war, spielt die Kommunikation über die sozialen Medien für die Mehrheit der Befragten eine untergeordnete Rolle. Rund die Hälfte kalkuliert 21