Mitteilungs- Blatt
Nr. 6.
des Verbandes der sozialdemokratischen Wahlvereine Berlins und Umgegend.
ished bath! 197
jotaal ngoja
Berlin, den 13. September 1916. 11. Jahrgang.
Die echten Spaltpilze.
gehen lassen, ohne die Berliner Bewegung zu verhöhnen und zu verleumden. Seit die MehrIn dieser Zeit schweren Erlebens und bitte- heit der Berliner Genossen fein Hehl mehr rer Entbehrungen drückt wohl jeden ehrlichen daraus gemacht hat, daß ihre Anschauungen von Parteigenossen neben all der persönlichen Sor- denen des Parteivorstandes, der Fraktionsmehrgenlast, die der Weltkrieg auf seine Schultern heit und der Gewerkschaftsführer abweichen, und häuft, das lähmende Gefühl der Ohnmacht, als seit sie in ihren Organisationen auf gut demoMitglied einer ausgesprochenen Kampfpartei zu fratischem Wege die Konsequenzen dieser Aneiner nun schon Jahre währenden Tatenlosigkeit schauungen gezogen haben, sind gewisse Klopfverdammt zu sein. Die, die die tüchtigsten fechter der Mehrheitspolitik eifrig am Werk, die und rührigsten Träger unseres Organisations- Berliner Genossen mit Schmutz zu bewerfen. Mit lebens waren, müssen ihre ganze Persönlich widerlichem Pharisäismus spielen sich diese feit einsetzen in einem Kampfe, in dem es um Sein oder Nichtsein des einzelnen wie ganzer Völker geht. Deshalb hatten wir in der vorigen Nummer des Mitteilungsblattes" den Genossen zugerufen: Aushalten! und hatten darauf hingewiesen, daß die Tatsachen furchtbarer Zeitereignisse uns zur Untätigkeit eines politischen Stellungskrieges zwingen, der an Nerven und Geduld hohe Anforderungen stellt.
Leutchen als die einzig wahren Hüter der Parteieinheit und als Tempelwächter der geheiligten Disziplin auf, ihre Taten aber strafen sie Lügen. Sie, die in einem fort über Parteizersplitterung zetern, erweisen sich als die echten und zäh bohrenden Spaltpilze.
Ein besonders übelduftendes Exemplar dieser lieblichen Gattung Spaltpilze ist die Internationale Korrespondenz" Um unserer politischen, wirtschaftlichen des A. Baumeister, eines Mannes, der und fulturellen Zukunftsaufgaben willen die Organisationsstänkerei nicht erst seit heute können wir unsere Organisation nicht zum aus Beruf und Neigung betreibt. Was dieses Tummelplatz der Harmonieapostel, der Sozial-.- K.- Gewächs im Laufe des Krieges auf dem imperialisten und der sonstigen bunten Schar Gebiete internationaler Verhebung geleistet hat, der großen„ Umlerner" werden lassen, die jetzt soll hier an dieser Stelle nicht näher festgestellt das große Wort führen und die dummen werden. Für die J. K. und ihre direkten und und„ verhetten" Berliner Genossen lästern, indirekten Auftraggeber und Bundesgenossen die dem hohen Flug ihrer Gedanken nicht ist diese Verheßung eine Lebensnotwendigkeit folgen wollen. Dabei haben wir durchaus nicht geworden; sie brauchen sie, um ihre eigene verhehlt, daß wir ein reiches Maß von Selbst- friegspolitische Haltung zu rechtfertigen. fritik an unsere bisherige Organisationstätig. feit, unsere Aufklärungsarbeit usw. anzulegen hätten. In diesem Zusammenhange hatten wir auf die Arbeiterbildungsschule, auf Vorträge in Zahl- und Leseabenden hingewiesen.
All das sind sicher keine neuen Entdeckungen und keine epochemachenden Pläne. Aber in dieser Zeit, in der in unserer Partei die Umwertung aller Werte geradezu erschreckende Dimensionen angenommen hat, ist es notwendig, Selbstverständliches immer wieder zu betonen und zu unterstreichen. Die Mehrzahl der Berliner Genossen wird daher unsere Mahnung richtig verstanden haben.
Es gibt aber ein Häuflein Berliner Parteimitglieder, die ihre Zugehörigkeit zur Berliner Organisation als einen schweren Schimpf empfinden. Leute, die keine Gelegenheit vorüber
Immerhin ist sie sogar schon einigen der auf dem Boden der Fraktionspolitik stehenden Parteiblättern wider den Strich gegangen. Was hier aber festgenagelt werden soll, ist die Tatsache, daß die J. K. die Groß- Berliner Parteibewegung bewußt und systematisch in den Schmutz zu ziehen bestrebt ist, ja, daß sie gegen Mitglieder der Berliner Parteiopposition nach dem Vorbilde jener dunklen Ehrenmänner arbeitet, für die zur Zeit des Sozialistengesetzes in Parteifreisen ein drastisches Wort geprägt wurde. Faßt irgendein Berliner Wahlkreis irgendeinen Beschluß, sofort wird er in täppischhämischer Aufmachung von der J. K. in die Welt gesendet, meist in idealer Konkurrenz mit einigen betriebsamen Vielschreibern, die die Chemnizer Volksstimme", das„ Hamburger Echo" und andere auf die" Parteieinheit schwö
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