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Wie viel Bildung brauchen unsere Kinder in Zukunft? : Gedanken zu einem generationengerechten Bildungssystem
Entstehung
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Daniel Memmert Gedanken zu einem generationengerechten Bildungssystem Standorte, die sich mit dem Bereich Biotechnologie als Schwerpunkt auseinandersetzen. Das BMBF bietet Fördermittel zur Finanzierung solcher Projekte an(z. B. BioChance, BioProfile, Tis­sue Engenieering). Wie sieht es mit ähnlichen Zukunftsfeldern aus, wie der Humangenomfor­schung, Plasmatechnik, Molekularmedizin, Bioinformatik oder Gesellschaftswissenschaft? 2.3.2 Internationaler Vergleich/Wettbewerbsfähigkeit Als Wettbewerbsindikator für eine dringend erforderliche Optimierung des deutschen Hochschul­systems im Sinne einer größeren Generationengerechtigkeit kann die Altersstruktur der Studieren­den angeführt werden. Im internationalen Vergleich gilt das Durchschnittsalter der Studierenden mit 26.5 Jahren bzw. der Studienanfänger mit 21.9 Jahren und die mittlere Studiendauer mit zwölf Hochschulsemester(Durchschnittsabschlussalter: 28.3 Jahre) als relativ hoch und ist somit als kaum noch wettbewerbsfähig anzusehen. Neustrukturierte Lehramts-, 42 Bachelor, Master-Studiengänge für Studierende oder Graduate Schools für Promovierende, die in den letzten Jahren eingeführt wurden oder werden und in vielen anderen Nationen bereits seit langer Zeit eingeführt wurden, sol­len in Zukunft helfen, die verschiedenen Ausbildungsetappen zu straffen, größere Betreuungspflich­ten für Professoren und ein Mehr an Praxisnähe zu gewährleisten. Dazu könnten möglicherweise auch die 2001 verabschiedete neue Hochschulreform(u. a. Juniorprofessuren, leistungsabhängige Besoldung von Professoren) beitragen. Auch an dieser Stelle wird deutlich, dass Deutschland der Zeit hinterherläuft und somit frühere Entscheidungsträger wenig generationengerecht agiert haben. Obwohl Studien vorliegen, die u. a. die Tätigkeitsstrukturen von Fachkräften für das 2010 prognos­tizieren, 43 scheint der notwendige Wandel relativ schleichend vonstatten zu gehen. Bereits der Man­gel in einigen Berufsfeldern(u. a. Molekularbiologie, Bioinformatik) verdeutlicht die Problematik. Das Green-Card-Modell für Computerexperten im Jahr 2001 zeigt nachhaltig, dass es in Deutsch­land verpasst wurde, frühzeitig eine adäquate informationstechnische Grundlage in den Schulen zu legen sowie später EDV-Spezialisten in entsprechenden Studiengängen auszubilden. Hier wurde nichtzukunftsantizipativ gedacht. Wie sieht es mit weiteren Berufsfeldern des dritten Jahrtau­sends aus? Bio-/Gentechnologie, Medien-/Neurotechniken, Virtual Reality, Informations- und Kommunikationstechnologie oder Biomaterialien, um nur einige zu nennen. Anzuraten sind flexible 42 vgl. Sander, 1999; Terhart, 2000 43 vgl. Prognos AG, 1989 www.fes-online-akademie.de Seite 13 von 21