Peter Hurrelbrink Die Bedeutung der Erinnerung für die Demokratie Die Bedeutung der Erinnerung für die Demokratie Peter Hurrelbrink I. Vorbemerkungen II. Was bedeutet„Aufarbeitung der Vergangenheit“? 2.1 Die Opferperspektive 2.2 Die Aufgaben der Wissenschaften 2.3 Institutionelle und personelle Erneuerung 2.4 Die strafrechtliche Aufarbeitung 2.5 Politisch-moralische Selbstverständigung III. Erinnerung, Gedächtnis und Identität 3.1 Erinnerung 3.2 Identität 3.3 Kollektives Gedächtnis 3.4 Kommunikatives und kulturelles Gedächtnis IV. Die anhaltende Bedeutung der Erinnerung für die politische Kultur der Demokratie Literatur I. Vorbemerkungen Ist es tatsächlich immer noch notwendig, sich mit den verbrecherischen Anteilen der deutschen Geschichte zu beschäftigen? Welche Bedeutung können sie für die nachgewachsenen Generationen, die mit dem Nationalsozialismus erlebensgeschichtlich nichts und mit der SED-Diktatur kaum noch etwas zu tun haben, eigentlich noch haben? Muss der Blick nicht nach vorn gerichtet sein, um vor den vielfältigen Problemen der Zukunft bestehen zu können? Hat nicht die Geschichte selbst im November 1989 eine grundlegende Revision des Verhältnisses der Deutschen zu ihrer Vergangenheit vollzogen? Ist die Thematisierung der Vergangenheit deshalb ein Hindernis auf dem Weg zu einer normalen, selbstbewussten Demokratie in Europa? Im folgenden soll skizziert werden, warum die Frage, wie mit der eigenen Vergangenheit umzugehen ist, keine weltfremde akademische Überlegung ist, sondern anhaltende Bedeutung enthält. Die Hauptthese ist dabei, dass der Umgang mit der Vergangenheit- die www.fes-online-akademie.de Seite 1 von 20
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