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Mitläuferinnen & Macherinnen - Mädchen und rechtsextreme Orientierungen : Dokumentation des Fachtages am 28. Januar 2010 in Stuttgart
Entstehung
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Dokumentation des Fachtages: Mitläuferinnen und Macherinnen Mädchen und rechtsextreme Orientierungen Begrüßung und Einführung Der Fachtag begann mit der Begrüßung der Anwesenden durch Dr. Christine Arbo­gast vom Fritz-Erler-Forum Baden­Württemberg und Ulrike Sammet von der Landesarbeitsgemeinschaft Mädchenpolitik Baden-Württemberg. Dr. Christine Arbo­gast verwies einlei­tend auf die Rele­vanz des Fachtages. Sie betonte, dass Rechtsextremismus noch immer als Randphänomen gelte und der Stereotyp vom männlichem rechten Skinhead dominant sei, obgleich sich die rechtextreme Szene längst ausdifferenziert und vor allem die Zahl engagierter Frauen und Mädchen zugenommen habe. Ulrike Sammet führte daran anschließend aus, dass es das Ziel der Tagung sei, zwei Erfahrungsstränge pädagogischer Arbeit zusammenzubringen: zum einen die Ju­gendarbeit- speziell Beratung und Infor­mation gegen Rechts, und zum anderen die Mädchenarbeit. Zwischen Windelwickeln und Straßenkampf. Rechtsextreme junge Frauen im Einsatz für Volk und Vaterland von Ellen Esen EmçäáíáâïáëëÉåëÅÜ~ÑíäÉêáå=~ìë=h~êäëêìÜÉF Ellen Esen erläuterte einleitend, dass sie sich seit Beginn der 1990er Jahre mit Rechtsextremismus auseinandersetzt. Aus­löser hierfür war ein Vortrag in Thüringen, bei dem eine Lehrerin Beratungsbedarf be­züglich rechtsextremer Schülerinnen an­gemeldet hatte. Ihr Vortrag sei alsBlick durch das Schlüs­selloch zu verstehen- die Forschung zu Mädchen und Rechtsextremismus steht erst am Anfang. Dementsprechend gibt es auch noch nicht umfassend Literatur zum The­ma. Im ersten Teil ihres Vortrags,Umgarnt und umworben präsentierte Ellen Esen einschlägige Aufkleber. Motive waren un­ter anderem Volksgemeinschaft heißt Zukunft es ist auch euer Kampf,Nationa­lismus ist auch Mä­delsache sowie Deutschland ist auch Frauensache. Die beispielhafte Darstellung ver­deutlichte, dass es viele Werbemateria­lien der rechten Szene gibt, die Frauen und Mädchen an­sprechen sollen. Was das Bundesland Ba­den-Württemberg betrifft, so ist derzeit nicht bekannt, wie viele Frauen und Mäd­chen tatsächlich in der in Baden­Württemberg flächendeckend vertretenen NPD aktiv und präsent sind. Im zweiten Teil des VortragsUnterschätzt: Rechtsextreme Frauen unter uns erläuter­te Ellen Esen exemplarisch das unverdäch­tige und unverfängliche Auftreten vieler rechtsextremer Akteurinnen. Als Beispiel fungierte die Aktivistin Sigrid Schüssler, die als so genannteHexe Ragna ein Kinder­theater namensHollerbusch betreibt. Bei ihr, so Ellen Esen, handelt es sich nicht um einen Einzelfall. Viele Frauen und Mäd­chen der rechtsextremen Szene sind mitt­lerweile im pädagogischen Bereich tätig. Sigrid Schüssler hat beispielsweise gemein­sam mit der Diplom-Sozialarbeiterin Iris Niemeyer eine Hilfsorganisation für poli­tisch verfolgte Kinder ins Leben gerufen.ris Niemeyer ist nicht nur Sozialarbeiterin, 2