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Mitläuferinnen & Macherinnen - Mädchen und rechtsextreme Orientierungen : Dokumentation des Fachtages am 28. Januar 2010 in Stuttgart
Entstehung
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Dokumentation des Fachtages: Mitläuferinnen und Macherinnen Mädchen und rechtsextreme Orientierungen diskutieren.Nachhaltige Verschlechterung des Betriebsklimas kann ein Kündigungs­grund sein. Beamte können beispielsweise im Dienst versetzt werden. Veranstaltung oder interne Fortbildung zum Thema ma­chen Positionierung der Kollegen und Kolleginnen einfordern. Beispiel 3: Zahnpflegevormittag im Kindergarten. Ir­gendwann fällt auf, dass die Zahnärztin sich ziert, in den Mund schwarzer Kinder zu schauen. Lösungsvorschläge: Mit den Kollegen und Kolleginnen spre­chen. Die Kinder allgemein fragen, wie es ihnen mit der Zahnärztin geht. Die Zahn­ärztin ansprechen und ihr den Eindruck schildern. Melden bei Zuständigen, beispielsweise Gesundheitsamt. Beispiel 4: Stellenausschreibung. Die Ausschreibungs­kommission für die Stelle einer Schulsozial­arbeiterin will verhindern, dass Nazis einge­stellt werden, kann sich jedoch nicht eini­gen, wie dies geschehen soll. Lösungsvorschläge: In der Stellenausschreibung thematisieren. Die Einrichtung sollte sich hier bereits als demokratisch und weltoffen positionieren. So kann die Wahrscheinlichkeit rechtsex­tremer Bewerberinnen und Bewerber redu­ziert werden. Im Bewerbungsgespräch eine typische pädagogische Situation schil­dern und fragen, wie der Bewerber oder die Bewerberin reagieren würde. Beispiel 5: Finanzielle Unterstützung. Eine Mutter kommt zur kirchlichen Wohlfahrtstelle und erhält Geld. Danach erfahren die Berate­rinnen, dass die Frau sehr engagiert in der extremen Rechten ist. Nach drei Monaten kommt die Frau wieder und will erneut Geld. Lösungsvorschläge: Besprechung im Team und mit der Leitung. Da die Frau keinen Rechtsanspruch auf die finanzielle Unterstützung hat, mit Begrün­dung die Unterstützung streichen.(Wir sind kirchlicher Träger mit folgendem Leit­bild…) Unterstützung direkt an Kinder richten, sie z.B. zur Mittagsversorgung einladen. Ggf. das Jugendamt informieren(allerdings ist juristisch oberste Prämisse, die Kinder in den Familien zu lassen). Externe Beratung zur Hilfe holen. Beispiel 6: Krabbelgruppe. Jeden Donnerstag findet im Familienzentrum eine Krabbelgruppe statt. Eine freundliche Mutter stellt sich als engagiertes NPD-Mitglied heraus. Wie sol­len die MitarbeiterInnen reagieren? Lösungsvorschläge: Fürs Familienzentrum Grundsätze festlegen sowie eine demokratische Kultur fördern. Der NPD-Funktionärin klar machen, dass keine Agitation usw. geduldet wird. Privater Träger kann Hausverbote ausspre­chen. Andere Eltern informieren, ggf. positionie­ren sie sich gegen die Teilnahme. 13