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Mitläuferinnen & Macherinnen - Mädchen und rechtsextreme Orientierungen : Dokumentation des Fachtages am 28. Januar 2010 in Stuttgart
Entstehung
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Dokumentation des Fachtages: Mitläuferinnen und Macherinnen Mädchen und rechtsextreme Orientierungen o zum Teil hat man es in der Neonazi­Szene mit stark engagierten Jugendli­chen zu tun, die gegen sog. Spaßgesell­schaft, Kommerzialisierung eingestellt sind. o ein Teil der Szene besteht aussozialen Verlierern, aber auch viele Realschüler und Gymnasiasten finden sich dort wieder. Die Szene ist nicht nur für sozial am Rande Stehende attraktiv. o Benennung einer Person, die über die Antifa-Szene ausstieg(über rechtes Fo­rum im Internet, bei dem auch Linke präsent sind) hat sie Kontakt zu einem jungen Mann gefunden, der ihr half aus der Szene auszusteigen o zu Nazi-Hardcore-Musik: schwierig, da man die meisten Texte nicht versteht, wenn man solch eine Musik bei Ju­gendlichen findet sollte, macht es aber keinen Sinn diese weg zu nehmen. El­len Esen gab noch den Hinweis auf eine Website, auf der man Songtexte und Infos über die Lieder/ Bands bekommen kann Æ www.thiazi.net Der Verfassungsschutz geht direkt auf Leu­te zu, diegefährdet sind(wenn sie bei­spielsweise rechte Partys besuchen...). Bei Männern ist das einfacher, da diese oft Al­koholprobleme haben oder straffällig sind. Das kann alsTüröffner dienen um an sie zu appellieren, sich von der rechten Szene fern zu halten. Bei Frauen ist das ungleich schwieriger. These von Ellen Esen: Frauen schwenken im Gegensatz zu Män­nern nicht so schnell um, sie bleiben meist der Sache treu(es ist dabei egal ob sie über ihren Freund oder etwas anderes in die Szene gekommen sind). Es ist also wichtig sich mehr auf sie einzulassen und sie stär­ker als politische Akteure wahrzunehmen, welche die Szene stabilisieren und wichtig für die Öffentlichkeitsarbeit der Nazis sind. Als Sozialarbeiter oder Sozialarbeiterin, der/die einen AussteigerIn betreut, sollte man möglichst früh Hilfe suchen. Ausstei­ger müssen die rechte Ideologie ablegen, es reichen nicht nur bestimmte Elemente aus. Diese Betreuung bringt eine hohe Ver­antwortung mit sich: Man übernimmt auch mit seiner Person Verantwortung, da viele der AussteigerInnen Nähe, Familie, Freund­schaft... suchen, wodurch man schnell in die Rolle kommt, ihnen dieses geben zu müssen. SozialarbeiterInnen sollten daher immer versuchen, jene Fälle auf verschiedene Schultern zu verlagern. Auch die Durchfüh­rung von Veranstaltungen mit den Ausstei­gerInnen bringt eine hohe Verantwortung mit sich. Generell gilt hierfür: jede Frage muss er­laubt sein, der/die AussteigerIn hat selbst die Möglichkeit sich zu entscheiden, was er/sie nicht sagen möchte. Viele Aussteige­rInnen sind zudem vom Alter her nahe bei der jugendlichen Klientel, die beispielswei­se derartige Podiumsdiskussionen besu­chen. Literatur für weitere Informationen: Recherche Nord: Neonazistinnen Frauen in der rechten Szene Ein und Ausstiegsprozesse von RechtsextremistIn­nen Analyse von Biografien(auch als PDF down­loadbar) Der Hass hat uns geeint von Birgit Rommelsba­cher. 10