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Mitläuferinnen & Macherinnen - Mädchen und rechtsextreme Orientierungen : Dokumentation des Fachtages am 28. Januar 2010 in Stuttgart
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Dokumentation des Fachtages: Mitläuferinnen und Macherinnen Mädchen und rechtsextreme Orientierungen sondern Vorsitzende des Ortsverbandes der NPD in Rheine. Unter der ÜberschriftKlischees und Proto­typen: Volksmütter stellte Ellen Esen an­schließend exemplarisch Edda Schmidt vor. Edda Schmidt ist als einzige Frau im Lan­desvorstand der baden-württembergischen NPD vertreten und Vorsitzende desRings nationaler Frauen. Ihr Tätigkeitsschwer­punkt liegt auf der so genanntenBrauch­tumspflege. Neben denVolksmüttern wie Edda Schmidt existieren auchKämpferinnen: Autonome Nationalistinnen. Diese zeich­nen sich aus durch einen jugendkulturellen Dresscode und eine aggressive Präsenz, beispielsweise bei Neonazi-Aufmärschen. Am Beispiel von Anne-Marie Doberenz, ei­ner Aktivistin der Jungen Nationaldemokra­ten(JN), der Jugendorganisation der NPD, stellte Ellen Esen die Gruppe vor. Anhand einer Fotostrecke wurde die Entwicklung von Anne-Marie Doberenz von einer ‚un­scheinbaren Aktivistin zurautonomen Nationalistin vorgestellt. Grundsätzlich, so Esen anschließend, kommen Frauen und Mädchen immer noch (aber nicht nur!) über ihre Beziehungen zu Männern in die rechte Szene. Allerdings bleiben sie nach Beziehungsende oftda­bei, wechseln also weder Umfeld noch politische Gesinnung. Weiter stellte Ellen Esen die GruppeSkin­girls: Reenes vor. Diese weibliche Subkul­tur innerhalb der rechten Szene, das Pen­dant zum männlichen Skinhead, zeichnet sich optisch durch Stiefel und Bomberjacke aus. Diese Subkultur geht aber ebenso wie das dazu gehörige Styling innerhalb der rechten Szene zurück. Dass es zwischen den einzelnen Gruppen rechtsextremer Frauen und Mädchen auch Übergänge und Schnittstellen geben kann, verdeutlichte Ellen Esen im nächsten Teil ih­res Vortrages, der den TitelTransformati­on: Vom Skingirl zur Volksmutter trug. Am Beispiel von Silvia Kirschner aus Thü­ringen, einem ehemaligen Skingirl, die sich heute als ‚völkische Bioheidin versteht und acht Kinder zur Welt brachte, wurde eine derartige Entwicklung nachgezeichnet. Anhand von Silvia Kirschner verwies Ellen Esen nochmals auf die freundliche Unauf­fälligkeit vieler rechtsextremer Frauen so ist Silvia Kirschner in ihrem Wohnort enga­giert(beispielsweise als Elternbeirätin) und genießt trotz ihrer politischen Orientierung ein gutes Ansehen. Ihr Engagement als Elternbeirätin ist eben­falls typisch für rechtsextreme Frauen; sie nutzen Nischen, in denen das Gedränge um ‚Posten überschaubar ist und kommen so zum Zug. Vor allen Dingen problema­tisch ist dieses Vorgehen beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern. 3