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Mitläuferinnen & Macherinnen - Mädchen und rechtsextreme Orientierungen : Dokumentation des Fachtages am 28. Januar 2010 in Stuttgart
Entstehung
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Dokumentation des Fachtages: Mitläuferinnen und Macherinnen Mädchen und rechtsextreme Orientierungen Rechtsextremismus eröffnet Frauen und Mädchen insgesamt diverse Möglichkeiten, sich zu engagieren vom Briefe schreiben für dieHilfsgemeinschaft für nationale Gefangene(HNG) über den Sanitätsdienst der NPD bis hin zum Texte publizieren im rechtextremen TheorieorganJunge Frei­heit. zehn Prozent gestiegen; diese Zahl verdeut­licht, dass sie Gewalt weniger ablehnen, und die Sensibilisierung hierfür nimmt auch in der Forschung zu Rechtsextremismus zu. Generell gilt, dass Frauen eher an indirekter Gewaltausübung beteiligt sind, statt an di­rekter Gewaltausübung. Fazit Ellen Esen betont, dass zum Thema rechtsextreme Frauen und Mädchen drin­gend aufgeklärt werden muss. Darüber hinaus müssen Lehrer, Eltern und Sozialar­beit thematisch sensibilisiert werden. Rechtsextreme Orientierungen bei Mädchen in lebensgeschichtli­cher Perspektive. Geschlechtsspezifische Aspekte und Kon­sequenzen für pädagogische Handlungs­strategien. von Johanna Sigl m®Ç~ÖçÖáåI=pçòáçäçÖáåI=_áäÇìåÖëêÉÑÉêÉåíáå=~ìë== d ííáåÖÉå Johanna Sigl konstatierte zunächst, dass rechtsextreme Frauen und Mädchen lange Zeit von der Forschung nicht als diejenigen Akteurinnen wahrgenommen wurden, die sie tatsächlich sind. Da sie auf der Einstel­lungsebene Männern in Nichts nachstehen, ist es wichtig, sich auch wissenschaftlich mit ihnen auseinander zu setzen. Zudem ist umfassende Präventionsarbeit nur möglich, wenn man sich mit den Moti­ven von Frauen und Mädchen, die sich rechtsextrem orientieren, befasst. Viele Frauen und Mädchen wurden, gerade wenn es um die Beteiligung an Gewaltta­ten ging, lange nicht wahrgenommen. Ihre Zahl ist jedoch in den letzten Jahren auf In den 1990er Jahre fanden erste Untersu­chung zu Frauen und Rechtsextremismus statt. Johanna Sigl präsentierte im Folgenden ei­nen Überblick der Erklärungsansätze für rechtsextreme Orientierungen bei Frauen und Mädchen. 1. Dominanzkultur nach der Soziologin Birgit Rommelsbacher: Dominanz und Unterwerfung strukturieren die bundesdeutsche Gesellschaft. Frauen fügen sich als Unterworfene in dieselbe ein und fühlen sich aber zugleich beispielswei­se Frauen in Dritte-Welt-Staaten oder Migrantinnen überlegen. 2. Individualisierungsthese: Traditionelle Wertvorstellungen haben ihre gesellschaftliche Wirkung verloren. Als Kehrseite dieses Verlustes steigt die indivi­5