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Analyse der Bundestagswahl 2025 : eine harte Niederlage mit einer doppelten Herausforderung für die Sozialdemokratie
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Wer hat wen gewählt? Die Unterschiede im Wahlverhalten zwischen Ost und West bleiben deutlich vorhanden Wie bereits bei den vergangenen Bundestagswahlen zeigen sich deutliche Unterschiede im Wahlverhalten der Bevölke­rung in den ost- und westdeutschen Bundesländern. Die Sozialdemokrat:innen verzeichnen besonders im Osten der Republik deutliche Verluste von 12,3 Prozentpunkten und kommen hier nur noch auf 12 Prozent. Im Westen sind es noch 18 Prozent. Im Vergleich zur letzten Wahl sind die Verluste der Direktmandate in beiden Regionen besonders spürbar, wodurch sich die Fraktion insgesamt von 206 auf 120 Abgeordnete verkleinert. Von den 120 Abgeordneten konnten 37 Prozent als Wahlkreiserste einziehen. Die Unionsparteien und die AfD haben ein nahezu spiegel­bildliches Ergebnis in West und Ost erzielt. Während die CDU/CSU ihr Ergebnis im Westen auf 31 Prozent(+5,1 Pro­zentpunkte) verbessern konnte, blieb sie im Osten mit 19 Prozent(+1,4 Prozentpunkte) sehr nahe an ihrem Ergebnis der letzten Wahl. Die AfD kommt im Westen wiederum auf 18 Prozent(+9,8) und im Osten sogar auf 32 Prozent (+12,7 Prozentpunkte) und wird damit stärkste Kraft in den ostdeutschen Bundesländern. Auch die Grünen sind tradi­tionell im Westen stärker(13 Prozent vs. 8 Prozent) und verlieren in beiden Regionen nahezu gleich viel. Die Linke kann ihr besseres Ergebnis weiterhin in den ostdeutschen Bundesländern erringen, hier kommt sie auf 13 Prozent. Aber auch im Westen verbessert sie ihr Ergebnis um 4 Pro­zentpunkte auf 8 Prozent. Auch bei dem nicht im neuen Bundestag vertretenen BSW findet sich ein deutlicher Ost­West-Unterschied, im Osten kommt die neue Partei immer­hin auf 9 Prozent. Linke Frauen und rechte Männer? Auch andere Bevölkerungsgruppen zeigen deutliche Unter­schiede in ihrem Abstimmungsverhalten. Während die Uni­onsparteien sowohl bei Frauen als auch bei Männern auf den ersten Platz kommen(30 vs. 27 Prozent), schaffen die Sozialdemokrat:innen es bei den Frauen auf Platz zwei(18 Prozent), während die AfD bei Männern mit 24 Prozent den zweiten Platz belegt. Der dritte Rang in der Gunst der Geschlechter geht mit 15 Prozent bei den Männern an die SPD und mit 18 Prozent an die AfD bei Frauen. Insgesamt schneiden linke Parteien bei Frauen und rechte Parteien bei Männern besser ab. Viel Bewegung bei den Jüngsten Die Bundestagswahl zeigt wieder einmal deutliche Alters­unterschiede im Wahlverhalten. Zusätzlich hat es gravie­rende Verschiebungen innerhalb der jüngsten Altersgruppe im Vergleich zur letzten Wahl gegeben. In der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen ist die Linke mit 25 Prozent(+17 Pro­zentpunkten) die große Gewinnerin. Erst mit etwas Ab­stand folgt die AfD in dieser Altersgruppe auf dem zweiten Platz mit 21 Prozent. Diese Altersgruppe hat sich im Ver­gleich zur Bundestagswahl 2021 vor allem von der FDP (–16 Prozentpunkte) und den Grünen(–13 Prozentpunkte) Vergleich Ost- und Westdeutschland Zweitstimmen Angaben in Prozent Abb. 4 A bb. 5 Gesamt Ostdeutschland Westdeutschland SPD CDU/CSU Quelle: Infratest dimap Exit Poll. Grüne FDP AfD Linke BSW Andere Analyse der Bundestagswahl 2025 7