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Analyse der Bundestagswahl 2025 : eine harte Niederlage mit einer doppelten Herausforderung für die Sozialdemokratie
Entstehung
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Die Linke bangte zu Beginn des Wahlkampfs um den Wie­dereinzug in den Bundestag, denn die Abspaltung des BSW schien ihre Wähler:innenbasis atomisiert zu haben. Daher startete sie dieMission Silberlocke, mit der die drei prominenten Urgesteine Gregor Gysi, Bodo Ramelow und Dietmar Bartsch drei Direktmandate gewinnen und so den Wiedereinzug der Linken in den Bundestag sichern sollten. Doch es kam anders: Ihre klare Haltung in der polarisierten Debatte über den Migrationskurs bescherte der Linken ei­nen Aufschwung in den Umfragen. Im Wahlkampf fokus­sierte sich die Partei auf junge, urbane Milieus, in ihrer Kampagne setzte sie auch auf klassische soziale Themen wie Wohnen, Rente und Umverteilung und trat so als Kümmerer-Partei auf. Der parteipolitische Neuling, das Bündnis Sahra Wagen­knecht(BSW), musste eine harte Landung erleben. Nach­dem die junge Partei im vergangenen Jahr Erfolg an Erfolg knüpfen konnte, brach dieser Kurs abrupt ab. Das BSW schien entzaubert, die Euphorie verpuffte, ihre Sichtbarkeit im Wahlkampf war schwach. und die Grünen haben die meisten Follower:innen bei X/ Twitter. Heidi Reichinnek und Sahra Wagenknecht fordern auf Instagram Alice Weidel heraus, Christian Lindner auf X/Twitter. Sahra Wagenknecht ist die reichweitenstärkste Politikerin bei Facebook. Insgesamt zeigen die Analysen, dass sich das Feld der Followerschaft weiter ausdifferen­ziert und die Alleinstellung der AfD Risse bekommen hat. Rückeroberung des digitalen Raums? Noch nie wurde so viel in den Internetwahlkampf in Deutschland investiert wie bei dieser Wahl: Nach Analysen des ZDF(Schneider/Klein 2025) investierten die Parteien in den letzten drei Monaten rund 6,9 Millionen Euro in Wer­beanzeige der Plattformen des Meta-Konzerns(Facebook und Instagram) und knapp 3 Millionen Euro in Google-An­zeigen. Spitzenreiter sind die Grünen mit 3 Millionen Euro, gefolgt von der FDP mit 1,95 Millionen Euro und der SPD mit rund 1 Million Euro. Dadurch dass sich vor allem junge Menschen vornehmlich über soziale Medien zu politischen Themen informieren, hat sich der Wettkampf um ihre Auf­merksamkeit hierher verlagert. Werbung ist das eine, die härtere Währung in der Online­welt ist jedoch Reichweite. Hat die AfD bei allen letzten Wahlen die sozialen Medien mit ihren Inhalten dominiert, so ist es den demokratischen Parteien dieses Mal gelun­gen, den digitalen Raum in Teilen wieder zurückzuerobern. Insbesondere bei TikTok war die AfD ungeschlagener Con­tent-Creator mit den meisten Ansichten. Nach Analysen der Bundeswehr Universität München(Sparta 2025) scheint diese Vormachtstellung jedoch etwas gebrochen zu sein. Betrachtet man die Reichweite, die die Parteien für ihre Posts von Jahresbeginn bis zum Wahltag erhalten ha­ben, führt die Linke die Rangliste mit 14,1 Millionen Likes an, ihr folgt die SPD mit 7,7 Millionen Likes, auf Platz drei landet schließlich die AfD mit 7,4 Millionen Likes. Dass die AfD über Jahre hinweg in den Aufbau einer gro­ßen Followerschaft investiert hat, zeigt ein Vergleich der FAZ(Bothe 2025) über sämtliche Plattformen hinweg. Auf TikTok und Faceboock führt die AfD, Alice Weidel nimmt den ersten Platz bei Instagram, TikTok und X/Twitter ein. Linke und Grüne überholen alle Parteien bei Instagram, 14 Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.