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Analyse der Bundestagswahl 2025 : eine harte Niederlage mit einer doppelten Herausforderung für die Sozialdemokratie
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W W ä ä h h l l e e r r : : i i n n n n e e n n w w a a n n d d e e r r u u n n g g L L i i n n k k e e +700.000 +560.000 +440.000 +310.000 Linke +290.000 +100.000 +70.000 –110.000 –350.000 Q Q u u e e l l l l e e : : I I n n f f r r a a t t e e s s t t d d i i m m a a p p E E x x i i t t P P o o l l l l . . Abb. 17 A bb. 17 Grüne SPD Erstwähler:innen/ Verstorbene Andere Nichtwähler:innen FDP CDU/CSU AfD BSW Zuwächse zeigen sich von der ehemaligen Wählerschaft der Linken(110.000) und der Grünen(100.000). Aus der Gruppe der Erstwähler:innen/Verstorbenen wird ebenfalls ein kleiner Zuwachs(30.000) angenommen. Nur an das erstmalig angetretene BSW wird ein Abfluss von 60.000 Stimmen ermittelt. Das erstmalig bei einer Bundestagswahl angetretene Bündnis Sahra Wagenknecht kann 2.468.670 Zweitstim­men erzielen und bleibt damit knapp unter der Fünfpro­zenthürde. Die größten Zuwächse erzielt die Partei unter der ehemaligen Wählerschaft anderer Parteien(500.000), der SPD(440.000) und Linken(350.000). Aus dem Lager der bisherigen Nichtwähler:innen kommen geschätzte 400.000 Stimmen dazu. Ungefähr 10 Prozent ihrer Wähler­schaft hat früher bei der FDP(260.000) und bei der Union (220.000) ihr Kreuz gemacht. Geringere Zugewinne stam­men von den Grünen(150.000), Erstwähler:innen/Verstor­bene(80.000) und AfD(60.000). Die Linke verdoppelt gegenüber 2021 ihr Ergebnis bei den Zweitstimmen nahezu und kommt auf über 4.355.000 Zweitstimmen. Laut Wanderungsmodell gibt sie dabei 350.000 Stimmen an ihre Abspaltung das BSW ab. Weitere 110.000 Stimmen gibt sie an die AfD ab. Dies kann sie aber mit Zugewinnen bei der ehemaligen Wählerschaft an­derer Parteien mehr als kompensieren. Die stärksten Zu­wächse werden von den Grünen(700.000) verzeichnet, ge­folgt von der SPD(560.000), Erstwähler:innen/Verstorbe­nen(440.000), anderen Parteien(310.000) und Nichtwähler:innen(290.000). Geringere Zuströme stammen von FDP(100.000) und Union(70.000). Die FDP verliert mehr als 3 Millionen Zweitstimmen und kommt nur noch auf knapp 2.150.000 Zweitstimmen. Als einzige Partei verliert sie laut Wanderungsmodell an alle Parteien und Wähler:innengruppen. Der größte Profiteur dieses Aderlasses ist die Union mit 1.350.000 Stimmen, ge­folgt von der AfD mit 890.000 Stimmen. Zweidrittel der verlorenen Stimmen wandern damit in das rechte Parteien­spektrum. An dritter Stelle findet sich das BSW mit ge­schätzten 260.000 Stimmen ehemaliger FDP-Wähler:innen. Die weiteren Abflüssen an Erstwähler:innen/Verstorbene, Grüne, andere Parteien, SPD und Linke wirken dagegen schon fast gering und liegen jeweils zwischen hochgerech­neten 140.000 und 100.000 Stimmen. Als einzige Partei konnte die FDP auch nicht von der höheren Wahlbeteili­gung profitieren und verliert auch an das Lager der Nicht­wähler:innen. Wer mobilisierte ehemalige Nichtwähler:innen? Die Veränderungen im Bereich der Nichtwähler:innen sind besonders schwer zu erheben, da bei einer Nachwahl­befragung naturgemäß nur Wahlteilnehmer:innen befragt werden. Da die Wahlbeteiligung stark gestiegen ist, können aber zumindest grobe Aussagen über die Gruppe derjenigen getroffen werden, die 2021 noch von der Wahl ferngeblieben sind und nun 2025 gewählt haben. Bei der Bundestagswahl 2025 ist die Zahl der Stimmen um über 3,2 Millionen gestiegen. Bei Weitem die stärkste Mobilisierung in diesem Lager ist dabei der AfD(1.810.000) gelungen. Die Union kommt im Vergleich nur auf die Hälfte der dazugewonnenen Nichtwähler:innen-Stimmen(900.000). Das BSW konnte Analyse der Bundestagswahl 2025 19